Kein Brite im Subaru

Prodrive-Teamchef David Richards betont zwar, er hätte gern einen britischen Fahrer im Team, aber wenn, dann nur einen mit Geld.

26. Juni 2008

Michael Heimrich

Gerade während der Fußball-Europameisterschaft, die ohne britische Mitwirkung stattfindet, tat diese Nachricht dem Inselvolk gut: David Richards sucht britischen Fahrer, lautete sie, und die große Rallyenation, die mit Richard Burns und Colin McRae seine größten Helden auf tragische Weise verlor, hoffte wieder auf einen Nachfolger.

Doch scheint sich der Aufruf des Subaru-Teamchefs eher als Lippenbekenntnis zu erweisen. Dass Richards für sein 2009 geplantes, zweites Werksteam Fahrer sucht, ist kein Geheimnis. Prompt meldeten sich mit Guy Wilks und Chris Meeke die zwei hochkarätigsten Vertreter Großbritanniens in Banbury.

Doch die Telefonate waren von kurzer Dauer: „Wie viel Geld kannst du bringen“, soll Richards gefragt haben. Doch weder Wilks, noch Meeke haben Sponsoren, die sich ein geschätztes Jahresbudget zwischen zwei und drei Millionen Euro für zehn WM-Läufe leisten können. Am Ende ließ Richards gegenüber englischen Medien durchsickern, er sehe zurzeit niemanden, der wirklich die nötige internationale Klasse habe.

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