Jesus Puras gewinnt erstmals WM-Lauf.

Die Spanier Jesus Puras/Marc Marti haben beim zwölften Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft auf Korsika im Citroen Xsara ihren ersten WM-Sieg errungen.

21. Oktober 2001

Michael Heimrich

Die Spanier Jesus Puras und Marc Marti haben ihren ersten WM-Sieg gefeiert. Bei der 45. Rallye Korsika, dem zwölften von 14 WM-Läufen, feierte das Duo im Citroen Xsara seinen bislang größten Karriereerfolg. Nach 16 Asphaltprüfungen verwiesen die Außenseiter die französischen Vorjahressieger Gilles und Hervé Panizzi im Peugeot 206 um 17,5 Sekunden auf den zweiten Platz. Dritte mit einem Rückstand von 1:11,9 Minuten wurden der sechsmalige Korsika-Sieger Didier Auriol (Frankreich) und Denis Giraudet im zweiten Peugeot.

Damit rückte Titelverteidiger Peugeot mit 76 Punkten auf den zweiten Rang in der Marken-WM vor und liegt nur noch sieben Zähler hinter Ford. In der Fahrerwertung führen weiter der Finne Tommi Mäkinen und der Schotte Colin McRae, der im Ford nur den enttäuschenden zwölften Platz erreichte, mit jeweils 40 Zählern vor Richard Burns (Großbritannien/34) und Carlos Sainz (Spanien/33).

«Ich war schon oft dicht dran am Erfolg, hatte aber immer Pech. Endlich ist es mir gelungen. Ich bin über meinen ersten Sieg überglücklich», freute sich der 38 Jahre alte Puras. «Hier hat diesmal alles gestimmt. Das Auto war perfekt, das Team hat toll gearbeitet, und der Fahrer war auch nicht schlecht – oder?» Für Citroen war es der vierte Sieg bei einer WM-Rallye.

Die Titelentscheidung verspricht bei noch zwei ausstehenden Läufen in Australien (1. bis 3. November) und Großbritannien (22.bis 25. November) viel Spannung. In der Fahrer-Wertung haben bei maximal 20 zu vergebenen Punkten noch sechs Piloten Chancen. Bei den Marken werden noch 32 Punkte vergeben. Spitzenreiter Ford (83
Punkte) und Peugeot (76) sind die aussichtsreichsten Titel-Kandidaten. Die Chancen von Mitsubishi sind wegen der Nullrunde auf Korsika und einem Rückstand von 16 Zählern etwas geschrumpft. «Wir haben trotz unseres vielen Pechs in der ersten Saisonhälfte immer an unsere Chance geglaubt. Wir hatten einen starken Glauben, wie es sich heute wieder gezeigt hat», freute sich Peugeot-Sportchef Corrado.

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