Grönholm: „Türkei wird heiß“

Noch knapp sieben Tage bis zum WM-Lauf in der Türkei. Marcus Grönholm will dort die beiden Nullnummern bei den vergangenen Rallyes Vergessen machen.

17. Juni 2004

Michael Heimrich

Marcus Grönholm schaut der Rallye im Hinterland des Touristenortes Antalya optimistisch entgegen. Der Viertplatzierte der Fahrer-WM hatte in Griechenland zunächst geführt, war am zweiten Tag aber auf Rang vier liegend nach einem Fahrfehler ausgeschieden. „Die Nullrunde war sehr schade“, kommentiert der zweimalige Weltmeister. „Doch wir blicken nun nach vorn. Ich habe positive Erinnerungen an die Rallye Türkei, bei der wir 2003 lange geführt hatten.“

Teamkollege Harri Rovanperä startet nach seinem dritten Rang bei der Rallye Akropolis hoch motiviert zum siebten Saisonlauf der Rallye-WM in der Türkei. „Die Akropolis war für mich der beste Einsatz seit über einem Jahr“, freute sich der Finne, der bei allen Schotter-Rallyes einen Peugeot 307 WRC pilotiert. „Unser Fahrzeug war in Griechenland absolut zuverlässig. Außerdem konnten wir mit vier Bestzeiten unser hohes Tempo beweisen.“

Das Ergebnis deutet Rovanperä als gutes Omen für die Rallye Türkei. „Die dortigen Schotterstrecken haben eine ähnliche Charakteristik wie die Prüfungen in Griechenland und auf Zypern“, erklärt der Peugeot-Werkspilot. „Nachdem wir 2003 beim WM-Debüt der Rallye Türkei geführt hatten, aber nach einem Ausritt ausgefallen sind, hoffe ich natürlich dieses Mal auf ein sehr gutes Ergebnis.“

Beide Peugeot-Piloten erwarten auf den 18 Wertungsprüfungen über insgesamt 383 Kilometer jedoch weniger harte Bedingungen als im Vorjahr. „2003 fand der WM-Lauf Ende Februar statt, damals waren die Schotterwege noch von winterlichen Regenfällen ausgewaschen“, erklärt Marcus Grönholm. „Im Juni dürften die Strecken etwas besser sein. Dafür ist jedoch mit sehr heißen Temperaturen zu rechnen.“

Auch die Erwartungen von Corrado Provera, dem Direktor von Peugeot Sport, sind ambitioniert: „Wir müssen nun bei jeder Rallye möglichst viele Punkte sammeln“, fordert der Italiener.

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