Grönholm auf Entdeckungstour

Nach seinem Sieg in Schweden reist Marcus Grönholm mit erhobenen Hauptes in Richtung Norwegen. Rund um Hamar zählt er erneut zu den Top-Favoriten.

7. Juli 2007

Michael Heimrich

Auch für Marcus Grönholm ist der 250-Kilometer-Tripp vom schwedischen Karlstad ins norwegische, 125 Kilometer nordöstlich von Oslo gelegene Hamar zugleich ein Aufbrauch zu neuen Ufern: Wie die meisten seiner Fahrerkollegen, kennt Grönholm die Wertungsprüfungen ebenfalls nur vom Hörensagen.

Als Nachteil empfindet der Schweden-Gewinner dies nicht: ?Diese Strecken hat so gut wie niemand von uns bisher gesehen?, so der 39-jährige, der in der Fahrerwertung mit zwei Punkten Rückstand auf Sébastien Loeb Platz zwei belegt. ?Alle Teilnehmer dürfen die Prüfungen im Vorfeld nur zwei Mal mit geringem Tempo besichtigen, um das ,Gebetbuch? zu erstellen. Das ist schwierig, aber für alle gleich. Bereits beim ersten Abfahren kommt es enorm auf präzise Angaben an, damit wir den Aufschrieb beim zweiten Passieren der Strecke nur noch kontrollieren müssen. Aber ich liebe Winter-Rallyes, daher freue ich mich enorm auf Norwegen.?

Auch für seinen Teamkollegen Mikko Hirvonen ? aktuell Dritter der Fahrertabelle ? weiß, dass bereits vor Beginn der Veranstaltung viel Arbeit auf ihn und seinen Beifahrer wartet. ?Wir müssen die Wertungsprüfungen sehr schnell und sehr gründlich lernen?, so der 26-Jährige, der die Rallye Schweden nach einer starken Vorstellung auf Rang drei beendet hat. ?Dabei muss Jarmo den größten Teil der Aufgabe schultern: einen kompletten Aufschrieb neu erstellen und ihn bis zum Start weiter verfeinern.?

Die Konditionen, die in Norwegen die Rallye-Elite erwarten, ähneln stark jenen des Sonntags in Schweden: extrem niedrige Temperaturen unter -20 Grad Celsius. ?Die Rallye wird noch weiter nördlich ausgetragen, vermutlich liegt noch mehr Schnee auf der Straße?, blickt Hirvonen voraus. ?Erneut kommt es auf die Wolfram-Nägel unserer BFGoodrich Spike-Reifen an, denn sie liefern beim Bremsen, Beschleunigen und in den Kurven den notwendigen Grip. Dies bedeutet, dass wir unseren Ford Focus RS stärker im Drift bewegen können ? das macht natürlich richtig Spaß.?

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