Fiesta Mexicana

Nach dem Asphalt der Monte und dem Schnee Skandinaviens, steht nun endlich der erste Schotterlauf der Saison auf dem Programm der Rallye-WM.

7. Juli 2007

Michael Heimrich

Eine Rallye der Gegensätze: Mit einer Gesamtlänge von nur 849,55 Kilometern ist die Rallye Mexiko 2007 die kompakteste Veranstaltung in der Weltmeisterschaft, dennoch kommt es in puncto Pneus auf den Prüfungen rund um León vor allem auf die Ausdauer an.

Auf einem Satz Reifen müssen die Piloten mindestens 60 Kilometer in Wertung absolvieren, am Samstagnachmittag sogar mehr als 80 WP-Kilometer. Doch nicht nur diese Herausforderung unterscheidet die ?Fiesta Mexicana? von den anderen Events: Die besten Rallyefahrer der Welt messen sich auf einer Höhe von mehr als 2.000 Metern – für Mensch und Motoren eine einzigartige Belastungsprobe.

Das 400 Kilometer nördlich von Mexiko Stadt gelegene León ist auch als Hauptstadt der Lederschuhe bekannt. Im lebendigen Stadtzentrum der 1,3-Millionen-Einwohner-Metropole befindet sich eine große Auswahl an Geschäften voller Schuhe, Stiefel und Sandalen. Am kommenden Wochenende herrscht in der Stadt allerdings kurzfristig ein neuer Trend: Vom 8. bis 11. März dürften in den Straßen Leóns Fahrerschuhe besonders in Mode sein, wenn die Rallye-Weltmeisterschaft in Zentralamerika gastiert. Mit ihren sensiblen Gasfüßen kämpfen die Piloten in ihren Fahrzeugen um zehn weitere Meisterschaftspunkte – und setzen dabei einheitlich auf Sohlen aus dem gleichen Hause. Beim vierten Saisonlauf setzen alle Top-Starter auf Reifen von BFGoodrich.

Auf die Pneus des Typs g-Force Gravel warten in Mexiko ganz besondere Bedingungen: Die seit 2004 zur Weltmeisterschaft gehörende Veranstaltung ist nicht nur die erste Schotterrallye des Jahres, sondern auch das kürzeste und am höchsten gelegene Event der gesamten Saison. Obwohl die Piloten an drei Tagen insgesamt lediglich 849,55 Kilometer zurücklegen, gibt es für die Fahrer wenige Verschnaufpausen: 43 Prozent der Gesamtdistanz wird in Wertung zurückgelegt, das entspricht 366,06 anspruchsvollen Kilometern im Kampf gegen die Uhr.

Speziell für die rund 300 PS starken Motoren der World Rally Cars stellt die Rallye Mexiko eine extreme Tortur dar: Auf dem Hochplateau Zentralmexikos klettern die Rallyeautos auf breiten und technisch anspruchsvollen Pisten in Höhen von über 2.000 Meter. In solchen Höhen wird die Luft für die Piloten und vor allem die Triebwerke dünner. Die Folge: ein erheblicher Leistungsverlust. Unter diesen Bedingungen erwarten die Fans das Schotterdebüt des Citroën C4 WRC sowie die Weltpremiere des Subaru Impreza WRC2007 mit besonderer Spannung.

Um für die ?Fiesta Mexicana? bestens gerüstet zu sein, bereiteten sich alle drei Werksteams intensiv in Spanien vor – Tests in Mexiko sind laut FIA-Reglement nicht gestattet. Subaru schlug seine blauen Zelte in der Nähe der portugiesischen Grenze auf, Citroën reiste ins katalanische Tarragona und Ford zog es in den warmen Süden der iberischen Halbinsel. Die Mannschaft mit dem blauen Oval muss beim ersten Schotterlauf des Jahres den Straßenfeger spielen. Tabellenführer Marcus Grönholm geht am ersten Tag als Erster auf die Strecke, gefolgt von Mikko Hirvonen – speziell am Vormittag bei trockener Piste ein entscheidender Nachteil für die beiden Finnen.

[I]Statistisches[/I]
Rallye Mexiko, 4. Lauf zur Rallye-WM 2007 (8. bis 11. März 2007); Gesamtlänge: 849,55 Kilometer, davon 20 Wertungsprüfungen über 366,06 Kilometer; längste WP: 30,20 Kilometer (WP 9 und 12: Ibarrilla); größte WP-Distanz von Service-Punkt zu Service-Punkt: 81,40 Kilometer (WP 12 bis 16); Anzahl der möglichen Reifenwechsel: 7. Start und Ziel: León.

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