FIA tritt auf Kostenbremse

Mit veränderten Regeln will die FIA die Rallye-WM kostengünstiger machen. Doch wichtige Punkte sind weiter offen und werden erst im Herbst verabschiedet.

25. August 2006

Michael Heimrich

Das zukünftige technische Reglement der Rallye-Weltmeisterschaft steht in groben Zügen. Nachbesserungen wird es bis zur kommenden FIA-Sitzung im Herbst bei einigen Detailfragen geben, aber der Weltverband zeigt sich zuversichtlich, dass man nun ein ordentliches Paket geschnürt hat, um die Serie kostengünstiger und damit wieder attraktiver zu machen.

Vor allem das Thema Einheitsreifen soll kräftig auf die Kostenbremse drücken, wie Rallye-Kommissionschef Morris Chandler gegenüber wrc.com erklärt: „Ziel durch Einführung eines Einheitsreifen ist die Reduzierung der Ausgaben. Die FIA überprüft im Moment viele Mölichkeiten, wo sich Geld sparen lässt, vor allem bei den hohen Ausgaben für die Testarbeit. Die Teams sollen keinen großen Nutzen mehr aus ihren Tests ziehen können. Dadurch könnten auch kleinere Teams wieder eine Chance erhalten. Aber die FIA will sich erst über die Konsequenzen im Klaren sein, bevor die Regeln verabschiedet werden.“

Durch die Kopplung zweier Veranstaltungen, sollten weitere Kosten gespart werden, doch das Beispiel Deutschland und Finnland zeigte, dass noch viel Verbesserungspotenzial in dieser Idee schlummert. „Diese Sache macht nur Sinn, wenn es Geld spart“, so Chandler. „Im aktuellen Fall Deutschland-Finnland gab es es keine Kosteneinsparung, da extra Ausgaben auftraten, die man nicht erwartet hatte.“

2007 sind erstmals Super2000 in der PWRC zugelassen. Damit es zu keinem Wettrüsten mit den Platzhirschen Subaru und Mitsubishi kommt, will Chandler durch Zusatzgewichte das Kräfteverhältniss zwischen den KitCars und den Gruppe-N-Fahrzeugen ausgleichen. „Sollte es notwendig werden, die Verhältnisse zu korrigieren, dann kann es aus meiner Sicht nur über das Mindestgewicht geschehen“, so Chandler.

Weiter ungeklärt ist jedoch das endgültige Aussehen des WM-Kalenders 2007. Bislang stehen 16 Rallyes im Programm, jedoch plant man die Aufnahme weiterer Läufe. Trotzdem ist Chandler zuversichtlich, dass man mit dem vorgelegten Dreijahresplan allen Beteiligten eine gewisse Sicherheit geben könnte: „Auch wenn ich es noch besser finden würde, wenn wir einen Fünfjahresplan hätten.“

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