Die „10.000 Kurven“ von Korsika

Nur vier Tage nach der Siegerehrung bei der Rallye Spanien wartet auf die Stars der Weltmeisterschaft gleich die nächste Asphalt-Herausforderung.

9. Oktober 2007

Michael Heimrich

Nicht weniger als 17 World Rally Cars haben sich für die gern als „Rallye der 10.000 Kurven“ bezeichnete Rallye Frankreich eingeschrieben. Bei der früheren „Tour de Corse“ treten zudem erstmals seit zwei Jahren wieder vier Hersteller werksseitig an. Neben Ford, Citroën und Subaru gesellt sich beim 13. von 16 Saisonläufen mit Suzuki eine weitere ambitionierte Marke zu den Großen des Rallye-Geschäfts. Der neue Suzuki SX4 WRC debütiert mit Asphalt-Spezialist Nicolas Bernardi am Steuer.

Für ihren Einstieg in die Rallye-Weltmeisterschaft haben sich die Japaner gleich eine erhebliche Herausforderung ausgesucht: Die Rallye Frankreich gilt als die ultimative Asphalt-Prüfung. Anders als die schnellen, flüssigen Strecken der Rallye Spanien – die fast Rundstrecken-Charakter besitzen – besteht der zweite Akt des Mittelmeer-Duetts aus klassischen Rallye-Pisten. In den Hängen oberhalb der korsischen Hauptstadt Ajaccio winden sich die engen Straßen mit wechselnden, oft aufgebrochenen Asphaltdecken von Haarnadel zu Haarnadelkurve. Geradeausstücke sind absolute Mangelware. Antriebsstrang und Aufhängung der World Rally Cars stehen ebenso unter Dauerstress wie die Arme der Chauffeure. Steile Aufstiege erfordern viel Motorleistung, bei den nicht minder extremen Abfahrten sind kraftvolle und stabile Bremssysteme gefragt. Wie kaum ein anderer Event im Kalender der Rallye-Weltmeisterschaft verlangt die Rallye Frankreich nach perfektem, harmonischem Zusammenwirken von Autos und Reifen.

Für BFGoodrich, Reifenpartner der vier Werksteams und aller privat eingesetzten World Rally Cars, stellt die „Tour de Corse“ eine der größten Herausforderungen des Jahres dar. Aufgrund des wechselnden und brüchigen Asphaltbelags sind die 16 Wertungsprüfungen sehr verschleißintensiv, bieten wegen des auf dem Asphalt liegenden Staubs aber trotzdem wenig Grip. Die pausenlose Abfolge von Kurven lässt den Pneus keine Zeit zum Regenerieren zwischen Beschleunigen, Bremsen und Einlenken. Sie müssen außerdem den ständigen Gewichtsverlagerungen in den Kehren widerstehen und nicht nur mit Schlaglöchern, sondern auch zahllosen Kastanien auf der Fahrbahn fertigwerden. Eine Erholungsinsel ist Korsika also nur für Touristen – für die BFGoodrich g-Force Profiler kann von Ausspannen dagegen keine Rede sein.

Eine zusätzliche Unbekannte bringt das oft wechselhafte Wetter ins Spiel – was sich durch die Terminverlagerung der Rallye vom April in den Oktober nicht änderte. Neben Herbststürmen fegen gern auch Regenschauer über die Insel hinweg. Um die Reifenwahl richtig kompliziert zu machen, entladen sich die Regenwolken manchmal auf einer Seite der Berge, während der andere Hang komplett trocken bleibt.

Die Bilder der Rallye Korsika 2006… 

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