Bitterer Abschied für Peugeot

Der letzte Einsatz des Peugeot-Werksteam war nur kurz: In Australien schieden Marcus Grönholm und Daniel Carlsson bereits auf der ersten Etappe aus.

7. Juli 2007

Michael Heimrich

Beim Finale der Rallye-Weltmeisterschaft 2005 in Australien hat sich das Peugeot-Werksteam nach sechs sehr erfolgreichen Jahren aus der WRC-Serie verabschiedet. Die Löwenmarke gewann mit Marcus Grönholm in den Jahren 2000 und 2002 die Fahrer-Weltmeisterschaft, zwischen 2000 und 2002 wurde Peugeot zudem dreimal in Folge Marken-Weltmeister.

Das Abschiedsjahr beendet Peugeot nach zwei Siegen von Marcus Grönholm in Finnland und Japan auf Rang zwei der Marken-Wertung hinter dem Schwesterteam Citroën. In der Fahrer-WM liegt Peugeot-Werkspilot Marcus Grönholm punktgleich hinter dem Norweger Petter Solberg auf Platz drei.

Der letzte Einsatz des Peugeot-Werksteam war nur kurz: In Australien schieden die beiden Peugeot 307 WRC von Marcus Grönholm und Daniel Carlsson bereits auf der ersten Etappe aus. Marcus Grönholm lag trotz zwei Reifenschäden vor der siebten von insgesamt 26 Wertungsprüfungen auf dem dritten Rang. Ihn trennten nur acht Sekunden von der Spitze, als die vordere rechte Radaufhängung nach einer Berührung mit einem Felsen brach.

Der Finne verlor eine Minute, beendete aber die Prüfung und reparierte den Schaden auf der Verbindungsetappe, um den anschließenden Service zu erreichen. Weil jedoch ein Rad an der Karosserie schliff, wurde der zweimalige Weltmeister von der australischen Verkehrspolizei an der Weiterfahrt gehindert. „Schade, dass eine fantastische Karriere bei Peugeot so enden musste“, erklärte Grönholm, der seit 1999 insgesamt 18 Siege im Peugeot 206 WRC und im Peugeot 307 WRC gefeiert hatte.

Grönholms Teamkollege Daniel Carlsson war bereits auf der dritten Prüfung nach einem Ausritt ausgefallen. „Wir kamen zu schnell in die Kurve und haben uns überschlagen“, berichtete er. „Das Auto landete auf den Rädern, fing aber Feuer.“

Jean-Pierre Nicolas, der Direktor von Peugeot Sport, resümierte: „Wir kamen hoch motiviert zu unserem letzten Einsatz nach Australien. Daniel Carlssons Fehler ist nicht akzeptabel, denn wir hatten ihm klare Anweisungen gegeben, um den Druck auf ihn zu verringern. Grönholms früher Ausfall hat leider einen Sieg verhindert, der durchaus möglich und vom ganzen Team ersehnt war.“

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