Armin Kremer schaut nicht nur nach vorne

Von wegen Doppelbelastung: Dass seine Tochter Ella bei der Rallye Polen ebenfalls mit von der Partie ist und nur zwei Monate nach ihrem 17. Geburtstag ihr WM-Debüt als Copilotin gibt, scheint Armin Kremer nur wenig von seinen eigenen Ambitionen abzulenken.

27. Juni 2016

Michael Heimrich

Armin Kremer schaut nicht nur nach vorne

Zwar wird Armin Kremer ab und an auch nach hinten blicken und schauen, wie sich seine Tochter Ella bei ihrer internationalen Premiere als Beifahrerin von Opel-Werkspilot Marijan Griebel im Adam R2 schlägt. Sein Hauptaugenmerk wird aber erneut darauf liegen, den Toppiloten in der WRC2 Paroli zu bieten. Mehr noch: Der Routinier und sein 21 Jahre junger Copiloten Pirmin Winklhofer haben mit ihrem Skoda Fabia R5 einmal mehr das Podium in den hartumkämpften und bärenstark besetzten WRC2 im Visier.
„Die Rallye Polen gilt wegen ihren extrem schnellen Schotterpisten als eine der schwierigsten WM-Rallyes. Sie ist für jeden Rallyefahrer eine große Aufgabe und ich mag solch besondere Herausforderungen“, so Kremer. 
Schon im vergangenen Jahr staunten die Wettbewerber über die schnelle Gangart des Ex-Europameisters. Obwohl erstmals bei der Rallye Polen am Start, zeigte Kremer bei Durchschnittstempi von über 120 km/h Mitfavoriten wie WRC2-Weltmeister Nasser Al-Attiyah oder dem finnischen Schottenspezialisten Jari Ketomaa das Heck seines Skoda Fabia R5. Die Herausforderung scheint wie geschaffen für Kremer.
„Anders als auf Sardinien, wo unsere Taktik mit einer zurückhaltenden Fahrweise nicht ganz aufging und wir knapp das Podium verpassten, werde wir hier vom Start weg angreifen und den Profis und ambitionierten Jungspunden zeigen, dass wir ihnen die Podiumsplätze nicht kampflos überlassen“, kündigte Kremer an. „Natürlich werde ich auch mal nach hinten schauen, um zu sehen, wie sich Marijan und meine Ella schlagen. Aber ich mache mir da wenig Sorgen. Auch wenn sie noch sehr jung ist und erst seit wenigen Monaten im Rallyecockpit sitzt, sie kann das.“ 

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