Änderungen am Reifen-Reglement?

Die anspruchsvollen Bedingungen in Argentinien forderten viele Opfer. Nun mehren sich die Stimmen, die Änderungen am Reifen-Reglement verlangen.

1. April 2008

Michael Heimrich

Im verregneten Argentinien mussten die Fahrer mit den gleichen Gummis ausrücken, die für knüppelharte Schotterpisten wie in Mexiko gemacht waren. Alleinausrüster Pirelli hatte im letzten Herbst aus logistischen Gründen für diese Variante plädiert und die Hersteller hatten zugestimmt.

Jari-Matti Latvala klagte in der offiziellen Pressekonferenz leise, dass die von Pirelli mitgebrachten Reifen dann doch eine oder zwei Nummern zu hart für einen Schlammeinsatz seien. „Wir sollten wenigstens die Reifen nachschneiden dürfen“, forderte der Finne, worauf Sebastien Loeb anfing zu lachen. „Frag doch mal deinen Chef, genau der hat das nämlich verhindert“, höhnte der Franzose. Auch als der Himmel mit einem Gewittersturm in der Nacht zum Donnerstag seine Schleusen öffnete, blieb Malcolm Wilson eisern bei seiner Meinung: „Ob du nun eine Rille in den Reifen schneidest oder nicht, ändert gar nichts. Was sollen denn die Fahrer in der Produktionswagen-WM sagen? Die fahren mit den gleichen Reifen.“

„Die Pirelli Scorpion-Reifen funktionierten genauso gut wie vor einem Monat in Mexiko, wo es kaum Beschädigungen gab. Die Probleme mit denen wir uns auseinander zu setzen hatten, lagen mehr am Reglement, weniger an den Reifen: Es ist doch klar, dass wir auf der 40 Grad heißen Strecke in Griechenland nicht mit den gleichen harten Reifenmischung unterwegs sein können, wie im Schlamm von Argentinien“, so Weltmeister Sebastien Loeb weiter. „Es ist eine Frage der Sicherheit. Im letzten Jahr hatten wir noch fünf verschiedene Reifenmischungen zur Auswahl. Jetzt haben wir nur noch eine. Im letzten Jahr konnten wir die Pneus noch nachschneiden, das ist nun verboten. Ok, wir können akzeptieren mit diesen harten Reifen zu fahren, aber vielleicht wäre ein Nachschneiden möglich, dass würde die Sache sicherer machen.“

Bei Pirelli stieß das Wehklagen der Fahrer auf offene Ohren. „Unsere Scorpion-Reifen wurden entworfen und getestet für Bedingungen, die sich sehr von denen unterscheiden, die hier in Argentinien geherrscht haben. Natürlich sind wir dazu bereit, die aktuellen Reifen-Bestimmungen mit der FIA und den Herstellern zu analysieren und zu diskutieren, um über Verbesserungen zu sprechen die man vornehmen könnte“, so Pirellis Rallye Manager Mario Isola.

Die Bilder der Rallye Argentinien…

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