Abschied aus dem Elsass?

Seit 2010 gastiert die Rallye Frankreich im Elsass, Auslöser für den Umzug von Korsika war seinerzeit Sebastien Loeb. Der Rekord-Weltmeister hat sich mittlerweile auf die Rundstrecke verabschiedet und nun wird erneut über die Zukunft des WM-Laufs diskutiert.

1. Oktober 2014

Michael Heimrich

Zum ersten Mal seit einigen Jahren findet die Rallye Frankreich ohne Sebastien Loeb statt. Zwar hat die Grande Nation mit Sebastien Ogier den nächsten Weltmeister in den eigenen Reihen, aber im Elsass regiert weiterhin der Name ‚Loeb‘. Die Heimatregion des Rekord-Champions ist seit 2010 Austragungsort des französischen WM-Laufs, seiner Popularität war es hauptsächlich zu verdanken, dass der Umzug von Korsika auf das Festland stattfand.
Jetzt ist Loeb weg und schon wird über die weitere Zukunft der Rallye Frankreich diskutiert. Diese ähnelt der Rallye Deutschland im Charakter und der geografischen Lage zu stark. Wenn sich künftig der Kampf um das begehrte WM-Prädikat verschärfen sollte, dann muss das Profil wieder geschärft werden. Eine Rückkehr nach Korsika scheint dabei nicht ausgeschlossen.
Bis es soweit ist, treffen die Drift-Asse in den Vogesen auf steile Anstiege, enge Kurven und schnelle Asphaltpassagen – auf den geschwungenen Gebirgspisten erreichen die Fahrzeuge Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 200 km/h.
Dreh- und Angelpunkt der Rallye Frankreich ist seit 2011 die Multifunktionsarena „Zenith Europa“ im Westen Straßburgs. Dort befinden sich der Service-Park und das Rallye-Hauptquartier. Der diesjährige französische WM-Lauf beginnt am Donnerstagnachmittag (17.30 Uhr) mit der offiziellen Startzeremonie im Zentrum der elsässischen Hauptstadt, bevor die Teilnehmer am Freitagmorgen zur ersten von 18 Wertungsprüfungen aufbrechen. Mehr als die Hälfte der Wertungsprüfungen (WP) wurden in diesem Jahr verändert, die WP-Distanz schrumpfte auf 303,63 WP-Kilometer. Damit ist der französische Asphaltlauf die kürzeste Veranstaltung dieser Saison.
Zu den Höhepunkten zählt die 4,67 Kilometer lange Zuschauer-WP in Straßburg, die am Freitagabend vor dem Europäischen Parlament endet. Die Motorsportfans kommen aber auch am Samstagabend bei der 4,86 Kilometer langen Stadtprüfung in Mülhausen voll auf ihre Kosten. Neben zahlreichen neuen sowie veränderten WP blieben einzig „Vosges-Pays d’Ormont“ (WP 2/5, 34,34 Kilometer) und „Soultzeren-Le Grand Hohnack“ (WP 9/12, 19,93 Kilometer) unangetastet. Am Sonntagmittag endet die Rallye Frankreich mit der neuen WP „Forêt de Saverne“, die sich über 19,36 Kilometer erstreckt und als „Powerstage“ gewertet wird – dort erhalten die schnellsten drei Fahrer zusätzliche WM-Punkte.            

Michelin bereitet Teams auf Regen vor

Neue Reifen hat Michelin für seine Partnerteams im Gepäck. Die neuen H4- und S4-Asphaltpneus lösen den Pilot Sport H2/S2 ab. Die härtere H4-Variante baut gleichviel Grip auf wie die Vorgängerversion, glänzt allerdings mit einer um zehn Prozent verbesserten Laufleistung. Sie kommt bei trockenen Bedingungen und Temperaturen über zehn Grad Celsius zum Einsatz. Der S4 ermöglicht auch bei starken Regenfällen nochmals schnellere Zeiten  – er entfaltet sein volles Potenzial bei Temperaturen unter zehn Grad Celsius. Darüber hinaus spart der Reifen erheblich an Gewicht: Aufgrund seiner neuen Konstruktion bringt ein Satz nun zwei Kilogramm weniger auf die Waage – ein Reifen im Format 235/40 R18 (20/65-18) wiegt 11,9 Kilogramm.
Bei der Rallye Frankreich stehen jedem Fahrer insgesamt 24 H4- und 16 S4-Pneus zur Verfügung. Allerdings dürfen im Rahmen der Veranstaltung lediglich fünf Sätze plus vier Reifen im Shakedown genutzt werden. Darüber hinaus können die Mechaniker – um den Piloten bestmögliche Sicherheit auch unter schwierigsten Wetterbedingungen zu gewährleisten – bei heftigem Regen auch den neuen „Full Wet“-Sicherheitsreifen montieren. Jeweils zwei Sätze des „FW“-Pneus liegen für jeden WM-Akteur bereit. Den Spezialreifen mit besonders tiefem Profil und ausgeprägten Drainagerillen hat Michelin bei der Rallye Deutschland erstmals vorgestellt.

LINK: Die Videos der Rallye Frankreich

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