Rallye-Termin

Rallye Dakar

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Sie gilt als eines der härtesten Rennen im Rallye-Kalender: Die Dakar. Mensch und Maschine bewegen sich hier permanent im roten Bereich. Extreme sind bei der Dakar keine Ausnahmen, sondern die Regel. Das soll auch 2022 so sein, die zum dritten Mal in Saudi-Arabien stattfindet. Rund 5.000 Wettbewerbs-Kilometer müssen dabei überwunden werden, die alles andere als eine gemütliche Spazierfahrt auf gut ausgebauter Straße werden. Die Organisatoren der Amaury Sport Organisation (ASO) haben für die anstehende Dakar auch wieder eine Herausforderung im Plan, die besondere Fähigkeiten von den Fahrern verlangt.

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Zeitplan Rallye Dakar 2022

01.01.QualiDschidda–Ha'il19 km Prüfung, 834 km gesamt
02.01.Etappe 01Ha'il–Ha'il334 km Prüfung, 546 km gesamt
03.01.Etappe 02Ha'il–Al Artawiyah339 km Prüfung, 585 km gesamt
04.01.Etappe 03Al Artawiyah–Al Qaisumah368 km Prüfung, 554 km gesamt
05.01.Etappe 04Al Qaisumah–Riad465 km Prüfung, 707 km gesamt
06.01.Etappe 05Riad–Riad 348 km Prüfung, 563 km gesamt
07.01.Etappe 06Riad–Riad 421 km Prüfung, 635 km gesamt
08.01.Ruhetag
09.01.Etappe 07Riad–Dawadmi 401 km Prüfung, 700 km gesamt
10.01.Etappe 08Dawadmi–Wadi ad-Dawasir 394 km Prüfung, 828 km gesamt
11.01.Etappe 09Wadi ad-Dawasir–Wadi ad-Dawasir 287 km Prüfung, 490 km gesamt
12.01.Etappe 10Wadi ad-Dawasir–Bisha 374 km Prüfung, 757 km gesamt
13.01.Etappe 11Bisha–Bisha 345 km Prüfung, 500 km gesamt
14.01.Etappe 12Bisha–Dschidda 163 km Prüfung, 676 km gesamt

Etappen 01 - 03: Der Norden

Den Auftakt bildet am Neujahrstag die sogenannte Qualifying-Stage über 19 Kilometer. Die Top Zehn dürfen dann für die erste „echte“ Etappe einen Tag später in umgekehrter Reihenfolge ihre Startposition wählen – ein Verfahren, das seinerzeit bereits in der Rallye-WM praktiziert wurde. Aber schon die erste Prüfung am Folgetag in einer Schleife um Ha’il hat es in sich: Sandpisten bilden den Untergrund, die Berge im Norden Saudi-Arabiens das Panorama und eine knifflige Navigation die ersten Konzentrationsübungen für die Beifahrer. In Richtung Al Artawiyah stehen die ersten Dünenketten auf der Agenda, die man mit Vorsicht genießen sollte – denn diese Prüfung bildet den ersten Teil einer Marathon-Etappe, auf der ein abendlicher Service nur durch die Teilnehmer selbst erlaubt ist. Deren zweiter Teil gen Al Qaisumah bietet im Schlussabschnitt Tempobolzerei, allerdings kombiniert mit einer komplizierten Wegsuche.

Etappen 04 - 06: Der Osten

Auf dem Weg in Richtung Riad, Hauptstadt Saudi-Arabiens und später Ort des einzigen Ruhetags, bietet die längste Prüfung der Rallye ein abwechslungsreiches Programm. 200 Kilometer schnelle Pisten, im Mittelteil Dünenquerungen und Schotter und steinige Passagen zum Abschluss. Auch am folgenden Tag steht Materialschonung an, etwa bei den Reifen: In der ersten von zwei Schleifen um Riad stehen dann erneut Schotterpisten und Trial-artiges Gelände an, auch wenn die Dünen erneut nicht fehlen dürfen. Eines der ungeschriebenen „Dakar“-Gesetze besagt, dass sich der Ruhetag traditionell hart erkämpft werden muss. Auf der zweiten Schleife um Riad sind dabei auch die Beifahrer besonders gefragt, aber auch die Fahrer: Ein Dünenmeer von 40 Kilometern Breite wartet.

Etappen 07 - 10: Der Süden

Nach dem Ruhetag wird die neue körperliche und geistige „Frische“ der Teilnehmenden gen Dawadmi ebenfalls auf eine harte Probe gestellt: 100 Kilometer Dünen, eine endlose Folge von Ergs fordern fahrerisches und ein Pistenlabyrinth navigatorisches Können. Es folgt Richtung Wadi ad-Dawasir eine komplexe Route mit Sand und Dünen jeder Farb- und Geschmacksrichtung, ehe sich die Landschaft wandelt. Die Schleife um Wadi ad-Dawasir am neunten Tag führt durch die Berge im Süden Saudi-Arabiens, entlang von Canyons – mit weniger Sand, aber gleich bleibender Schwierigkeit für die Navigatoren. Etappe zehn auf dem Weg nach Bisha bietet atemberaubende Landschaften aber auch eine der womöglich schnellsten Sonderprüfungen der „Dakar“ 2022, immer wieder unterbrochen von herausfordernden Weggabelungen und Kreuzungen. 

Etappen 11 -12: Der Westen

Eine abermalige Schleife, diesmal rund um Bisha, bildet noch einmal eine große technische Herausforderung für Fahrer, Beifahrer und Material. Rund die Hälfte wird von besonders weichen Dünen geprägt sein. Auf Sand geht es auch auf der abschließenden Etappe dahin, wenn die „Dakar“ ihre Tour durch Saudi-Arabien in Dschidda beendet, dort wo alles begonnen hatte. Am Roten Meer wartet dann das ersehnte Ziel-Podium auf die Teilnehmenden. 


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Erster Tagessieg für Peterhansel

Doppelsieg für Audi auf der zehnten Etappe der Rallye Dakar und dieses Mal setzt Stephane Peterhansel die Bestmarke. An der Spitze liegt weiterhin Nasser Al-Attiyah.

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Rallye Dakar - 9. Etappe weiterlesen

Probleme für Przygonski und Gottschalk

Technische Probleme kosten Jakub Przygonski und Beifahrer Timo Gottschalk etwa 19 Minuten. Das Mini-Duo rutscht auf Gesamtrang sechs ab.

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GALERIE: Rallye Dakar

Die besten Bilder von der diesjährigen Rallye Dakar.

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VIDEO: Rallye Dakar - 8. Etappe

Mattias Ekström (Audi) feiert seinen ersten Tageserfolg bei der Rallye Dakar.

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Gottschalk erobert mit Przygonski den vierten Platz

Jakub Przygonski und Beifahrer Timo Gottschalk erobern auf achter Etappe der Rallye Dakar Gesamtrang vier. Den Tagessieg holte sich zum ersten Mal Audi-Pilot Mattias Ekström.

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Geschichte der Rallye Dakar

Die Legendäre

Spricht man über die Dakar, dann lassen sich Superlative kaum verhindern. Sie gilt zurecht als eines der härtesten Rennen im Motorsport-Kalender. Über tausende Kilometer werden auf teils unwegsamen Gelände überwunden. Wüsten, Steppen und Einöden verlangen Motoren, Stoßdämpfern und Bremsen alles ab. Namensgebend für die Rallye ist die senegalesische Hauptstadt Dakar. Sie war Zielort bei der ersten Auflage des Rennens, die am 26. Dezember 1978 in Paris gestartet wurde. Initiator und Organisator war der Franzose Thierry Sabine. Nach seinem tragischen Tod bei einem Hubschrauber-Absturz während der Dakar 1986 übernahm für einige Jahre sein Vater die Organisation des Rennens. Heute liegen die Rechte bei der ASO, die unter anderem auch die Tour de France organisiert.

Die Dakar war früher unter der Bezeichnung Rallye Paris – Dakar bekannt. In den 1990er-Jahren bekam sie dann ihren heutigen Namen „Dakar“. Doch die Hauptstadt Senegals ist bereits seit einigen Jahren nicht mehr Zielort der Rallye. 2008 wurde das Rennen wegen politischer Unruhen und Terrordrohungen gegen die Veranstaltung auf dem afrikanischen Kontinent abgesagt. Doch bereits ein Jahr später lebte die Rallye-Legende in Südamerika wieder auf. Seither wird die Dakar hier ausgetragen. Das wird auch mittelfristig so bleiben, vermutet der Renndirektor der Rallye, Etienne Lavigne: „Ich denke, im Moment ist es nicht vorstellbar, nach Afrika zurückzukehren", wurde er im November 2017 in mehreren Medien zitiert.

Die Legende der Dakar wird neben den extremen Bedingungen auch von ihren Siegern getragen. Allen voran steht der Franzose Stéphane Peterhansel. Mit 13 Gesamtsiegen ist er der Rekordhalter in der Geschichte der Dakar. Doch nicht nur er ist in den Annalen der Dakar als herausragender Fahrer vermerkt.

Berühmte Fahrer

Peterhansel ist einer von drei Fahrern, die die Dakar auf vier und auf zwei Rädern gewonnen haben. Hubert Auriol gewann sie 1981 und 1983 auf dem Motorrad und 1992 mit dem Auto. Dem Spanier Nani Roma gelang dies 2004 auf dem Motorrad und zehn Jahre später auf vier Rädern. Peterhansel war 1991, 1992, 1993, 1995, 1997 und 1998 auf dem Motorrad erfolgreich und 2004, 2005, 2007, 2012, 2013, 2016 und bei der letztjährigen Auflage 2017 mit dem Auto Sieger. Zweiterfolgreichster Autopilot hinter Peterhansel ist der legendäre Finne Ari Vatanen, der die Dakar viermal gewann.

Auch Deutschland hat bereits einen Sieger bei der Dakar. Jutta Kleinschmidt war bei ihrem Erfolg 2001 nicht nur der erste Sieger aus Deutschland, sondern auch die erste Fahrerin, die bei der Dakar die Gesamtwertung gewann. Mit ihrem Sieg auf einem Mitsubishi leitete sie für eine Erfolgswelle für den japanischen Automobilhersteller ein. Sieben Jahre in Folge gewannen die Japaner die Automobilwertung. 

Zuletzt war Peugeot das Maß aller Dinge. Die Franzosen werden jedoch bei der 40. Auflage vorerst das letzte Mal am Start sein. Künftig möchte man sich auf die Rallycross-WM fokussieren. Doch für den letzten Start hat Peugeot nochmal die ganz großen Namen der Szene für sich gewonnen. Peterhansel, Loeb, Sainz und Cyril Despres legen ihre Hände ans Steuer eines Peugeots. Erfolgreichste Automarke ist aber immer noch Mitsubishi Motors mit insgesamt 12 Erfolgen. Bei der Lkw-Wertung liegt KAMAZ mit 14 Siegen vorn. KTM ist mit seiner Siegesstrecke seit 2001 die erfolgreichste Marke bei den Motorrädern. 

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