Rausch wiederholt Vorjahreserfolg

Nach einem spannenden Schlagabtausch gewinnen Michael Rausch und Jenny Schonk im Opel Ascona B die 35. ADAC Rallye Fränkische Schweiz. Die Bestzeiten gingen an fünf unterschiedliche Teams, was ganz klar für die große Klasse des diesjährigen Starterfeldes sprach.

20. Oktober 2014

Michael Heimrich

Michael Rausch zauberte auf der Traditionsstrecke „Stadtwald“ im heckangetrieben Ascona und setzte sich trotz des hohen Schotteranteils gegen die Lokalmatadore Reinhard Honke (Mitsubishi) und dessen Sohn Dominik (Subaru) durch. Deutlich dahinter folgten Rainer Noller (Porsche) und Fritz Köhler im BMW M3. Auf der zweiten Prüfung „Hungenberg“ lag Nicolas Hässler im Porsche 911 vorn. Ein Kampf um jede hundertstel Sekunde war entbrannt. In „Brunn“ war es dann Dominik Honke, der die Bestzeit markierte.
Nach der Halbzeit ging es für die Teilnehmer zur Prüfung „Neudorf“, einer reinen Asphaltstrecke – ideales Jagdrevier für die Porschefahrer. Als schnellster kam Rainer Noller ins Ziel, dicht gefolgt von Nicolas Hässler im älteren der beiden Porsches. Fritz Köhler erlebte in dieser Prüfung einer seiner wildesten Abflüge: „Ausgedreht landeten wir nach einem Sprung in einer Wiese und trafen ein Verkehrsschild, was mit einem Highspeed-Dreher endete“. Mit stark angeschlagenem Fahrzeug erreichte er als Gesamtzehnter das Ziel dennoch in Wertung.
Vor dem Finale in „Schirradorf“, einer komplett neuen Strecke mit allem was das Rallyeherz begehrt, lag das Team Noller/Kopczyk mit 0,7 Sekunden vor Rausch/Schonk, dicht gefolgt von Honke Sen./Annemüller. Nach nur wenigen Metern strandete Noller im Porsche mit einem Antriebsschaden. Honke zeigte Nerven und leiste sich einen Dreher, der ihn auf Gesamtrang fünf zurück warf. Schnellster auf dem finalen Kurs war Bernd Michel im Mitsubishi, dem mit einer sehenswerten Schlussattacke der Sprung aufs Podium glückte.
Nach einer konstant schnellen und fehlerfreien Fahrt ließen sich Michael Rausch und Jenny Schonk mit einem Vorsprung von 10,4 Sekunden in der Stadthalle als Gesamtsieger frenetisch feiern. Gleiches galt auch für Dominik Honke und Aleander Lutz, die im Subaru Impreza WRX sensationelle Gesamtzweite wurden. Hinter Bernd Michel folgte Nici Hässler im Porsche, dahinter die Mitsubishi-Armada von Reinhard Honke, Ralf Hillmann und Stefan Göttig.
Einmal mehr sorgten Helmut Hodel und Wolfgang Plank im VW Golf GTI für staunende Blicke. Mit ihrem 1er Golf gewann das erfahrene Duo die Klasse H 14 und fuhren unter die Top 10 im Gesamtklassement. Nur wenige Sekunden dahinter folgten mit Stefan Stich und Nina Worbs (Mitsubishi) die Sieger der Gruppe CTC. Max Schmid und Daniel Scharf gingen im Peugeot 306 als Sieger der Klasse F8 hervor. Markus Löffelhardt/Sarah Hess gewannen im BMW M3 Compact einmal mehr die Klasse N3B. Die Gruppe G wurde zur sicheren Ausbeute von Kurt Bretzner und Anja Kupfer, die im Subaru Impreza antraten. Sebastian und Sabrina Schmitt setzten sich im Seat Ibiza mit der Winzigkeit von 0,9 Sekunden gegen Tony Bayer und Elena Schmitdt im BMW 318ti durch.
In der Klasse F9 verwiesen die Routiniers Wolfgang Wittmann und Robert Nikol im Ford Escort Twin Cam die Konkurrenz recht deutlich auf die Plätze. Michael Loock und Daniela Weinert wuchsen im Peugeot 205 GTI über sich hinaus und gewannen die Klasse CTC 26/27. Strahlende Gesichter auch bei Frank Alzheimer und Sabrina Türk, die im Ford Fiesta die Klasse H13 zu ihren Gunsten entschieden. Das Damenteam Christine Dietl/Melanie Schmid gewann das Duell der Ford Escort RS 2000 MK II in der Klasse CTC 24. Lars Meyer/Andreas Weißflog gingen im VW Polo als Sieger der Klasse H12 hervor. Patrick Scherer und Heike Damm setzten sich mit ihrem BMW 318 ti gegen Florian Damm/Tobias Glatzel (VW Golf) in der Klasse G18 durch.
Im hart umkämpften VW Golf II 1,8 Cup kam es zum Showdown um die Meisterschaft. Während Sebastian Schätz sein Fahrzeug in Führung liegend auf die Seite warf und sich damit selbst zum Zuschauer degradierte, genügte Oliver Hanselmann ein vierten Platz um die Meisterschaft zu feiern. Der Tagessieg ging an das junge Duo Tobias Pohlner und Jasmin Santos, die sich mit einem Vorsprung von über 30 Sekunden große Aufmerksamkeit einfuhren.
Die Veranstaltung verlief reibungslos ohne größere Zwischenfälle und Unfälle ab. Am Abend folgte mit „WP 6“ die längste Prüfung in der voll besetzten Stadthalle in Hollfeld, die bis in die frühen Morgenstunden andauerte. Die Hollfelder Bürgermeisterin Karin Barwisch dankte bei der Siegehrung dem Organisationskomitee rund um Uwe Jentsch (Rallyeleiter), Mario Nitsche (Stellv. Rallyeleiter) und Johannes Kastl. Ein weiterer Dank galt dem Rallyesekretär Michael Bayer, der zum letzten Mal die Siegerehrung moderierte.

Ergebnis 35. ADAC Rallye Fränkische Schweiz 

01. Michael Rausch/Jenny Schonk Opel Ascona B 16V 20:01,9
02. Dominik Honke/Aleander Lutz Subaru Impreza WRX 20:11,3
03. Bernd Michel/Bernd Hartbauer Mitsubishi Evo VI 20:12,9
04. Nicolas Hässler/Holger Suhl Porsche 911 20:14,2
05. Reinhard Honke/Tina Annemüller Mitsubishi Lancer Evo IX 20:22,2
06. Ralf Hillmann/Hans Peter Wollner Mitsubishi Lancer Evo IX 20:49,8
07. Stefan Göttig/Andreas von Skopnik Mitsubishi Lancer Evo IX 20:58,5
08. Helmut Hodel/Wolfgang Plank VW Golf I GTI 21:14,3
09. Stefan Stich/Nina Worbs Mitsubishi Lancer Evo VIII 21:20,7
10. Fritz Köhler/Petra Hägele BMW M3 21:22,0

GALERIE: Rallye Fränkische Schweiz 2014


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