Hunsrück-Junior-Rallye ? Finallauf des Deutschen Rallye-Pokals.

Seit nun 20 Jahren ist die Hunsrück-Junior, die kleine Schwester der Hunsrück-Rallye, ein fester Bestandteil im Kalender der Rallye-Fans. Vorbericht.

8. November 2001

Michael Heimrich

Die 'große Hunsrück' wird im kommenden Jahr als Bestandteil der Deutschland-Rallye zum Weltmeisterschaftslauf, die 'Junior' macht heuer ihrem Namen als Talentschmiede erneut alle Ehre. Viele große Namen aus der deutschen Szene feierten im Hambachtal ihre ersten Erfolge, außerhalb von jedem Meisterschaftsdruck. Deshalb verzichtete der STH Idar-Oberstein als Veranstalter bisher bewusst auf Meisterschaftsprädikate. In diesem Jahr wird dies anders.

Angeregt von Henning Wünsch (Siesbach) wurde für 2001 der DMSB (Deutscher Motorsport-Bund) Rallye-Pokal ausgeschrieben. Dem Vorsitzenden des Rallye-Ausschuss im DMSB war es ein großes Anliegen, hinter Meisterschaft und Challenge eine dritte Liga im deutschen Rallye-Sport zu installieren. Über 400 Teams nahmen an den Vorläufen in fünf Regionen teil, die Besten haben sich jetzt für das gemeinsame Finale bei der Hunsrück-Junior qualifiziert.

"Wir wollen diesen Teams einen würdigen Abschluss ihrer Saison bieten," erklärt Wünsch. Sportlich kein Problem für den STH, führt der Streckenverlauf doch über einige der Prüfungen, die im Sommer dann die WM-Teilnehmer absolvieren müssen. Wie wichtig dem DMSB diese Veranstaltung ist unterstreicht deren Präsident Winni Urbinger, der eigens zur Verleihung der Siegerpokale anreist.

Der sportliche Teil bietet Spannung pur. Mindestens 10 Teams haben noch berechtigte Chancen auf den Titel. Die besten Chancen werden Jürgen Kayser/Jens Roth (Sieger Region Ost im Skoda 130), Andreas Lichtnecker/Thorsten Müller (Sieger Mitte-West, BMW 318is) und Heinz Muntermann/Andreas Emig im Mitsubishi Lancer (Sieger Südwest) eingeräumt.

Alle drei Teams kommen mit den maximal möglichen 140 Punkten zum Finale. Wolfram Gomolak aus Waldböckelheim lag in der Region Südwest lange aussichtsreich in der Spitzengruppe. Zwei Ausfälle zum Saisonende machten jedoch alle Chancen auf eine vordere Platzierung zunichte. Dennoch tritt er im Mitsubishi Lancer zusammen mit Co-Pilot Wolfgang Knaus auch beim Saisonfinale an.

Für echte Rallye-Fans bietet sich schon am Freitag ab 18.00 Uhr die Gelegenheit, Fahrer und Fahrzeuge aus der Nähe zu betrachten. Bei der technischen Kontrolle der Fahrzeuge im Service Center Birkenfeld des TÜV Rheinland ist immer noch Zeit für ein kurzes Gespräch mit den Akteuren. Ab 10.30 Uhr startet dann am Samstag die Wertungsrunde im Lager Aulenbach in Baumholder. Infos über die Starter und Ergebnisse gibt es im Rallye-Zentrum Ferienpark Hambachtal und am Samstag ab 10.00 Uhr im DLRG-Haus am Weiherplatz in Baumholder.

Auch der Ferienpark Hambachtal feiert 20 Jahre Hunsrück-Junior-Rallye. Im Rahmen der Feierlichkeiten wird die Siegerehrung in einem Festzelt durchgeführt, zur Eröffnung gibt es gegen 22.30 Uhr noch ein riesiges Feuerwerk über dem Ferienpark.

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