Gesamtsieg für Rudolf und Hans-Jürgen Minor

Bei herrlichem Wetter fand am Samstag der erste Lauf zur Deutschen Amateur-Rallyemeisterschaft des NAVC statt.

3. März 2002

Michael Heimrich

Nachdem im letzten Jahr die Rallye mit zwei verschiedenen Wertungsprüfungen (WP)stattfand, entschloss man sich heuer eine weitere Prüfung anzubieten. Was von den Fahrern entsprechend gewürdigt wurde. Leider fristet der NAVC-Motorsport ein Mauerblümchendasein. Wurden doch in der Vergangenheit Inhaber einer ONS/DMSB- Lizenz mit Lizenzentzug bestraft, wenn sie an einer Veranstaltung des Deutschen NAVC teilnahmen! Hatte man beim DMSB etwa Angst Lizenznehmer zu verlieren?

Als kleine Sensation konnte man das Erscheinen der Holzer-Truppe bezeichnen. Sie waren mit dem Corsa Kitcar angereist und betrachteten die Veranstaltung als Funktionstest für die am kommenden Wochenende stattfindende Rallye Oberland. Der nur wenige Kilometer entfernt wohnende Christof Schleimer startete mit dem wunderschönen Opel Corsa als Vorauswagen. In einer Spitzkehre der WP 3 starb der Motor ab und der Nachwuchsfahrer musste mit defektem Anlasser aufgeben.
Aber das tat der Stimmung der Fans keinen Abbruch. Zu Hunderten säumten sie die Rallyepfade im Taunus und wurden von der Show, welche die Aktiven boten, belohnt.

Als Anwärter auf den Gesamtsieg galt das Team Minor/Minor. Die Lokalmatadore bauten über den Winter einen Opel Astra neu auf und unterzogen ihn hier einem ersten Test. Auch ein Wörtchen um den Gesamtsieg mitreden, wollten Schiffmann/Matejka mit ihrem bekannt schnellen Opel Ascona, Böns/Böns auf Mitsubishi und Scherer/Ullrich mit dem postgelben BMW M 3.

Das Team Stendebach/Vohl vertraute, der Jahreszeit gemäß, auf M+S Winterreifen. Was sich als Fehlgriff in die Reifenkiste erweisen sollte. Sehr zur Freude der zahlreichen Zuschauer entlang der Strecke! Durch entsprechende Drifts fuhren sie sich in die Gunst der Fans, welche mit Ovationen das Team entsprechend feierten.

Bereits in der ersten WP setzten Minor/Minor die Bestzeit. Mit einem Abstand von 3 Sek. folgten zeitgleich Böns/Böns und Scherer/Ullrich. Udo Schiffmann hatte hier bereits 12 Sek. Rückstand nach einem Ausrutscher, dem noch einige folgen sollten.
Auf der identischen WP2 fuhren Minor/Minor mit 1,57 die gleiche Zeit, während die Verfolger Böns/Böns mit 1,58 und Scherer/Ullrich, 1,59 weiter Boden verloren.

Eine fast einstündige Unterbrechung durch einen Zuschauer, der eine Herzattacke erlitt, brachte den Zeitplan etwas ins Wanken. Die Genehmigung der WP 3 und 4 erreichte der veranstaltende MSC Zorn nur durch Entgegenkommen gegenüber den Genehmigungsbehörden, indem man Anliegern die Zufahrt nicht verwehren durfte. Dadurch entstanden weitere kleine Verzögerungen. Nachdem dann das Team Hoffmann/Störmann ihr Fahrzeug aufs Dach legten, sah es zunächst nach Absage der WP 7 aus. Ohne weitere Zwischenfälle jedoch konnten 7 WPs absolviert werden.

Zurück zum sportlichen Teil: Auch hier setzte die Astra Besatzung Minor die Bestzeiten. Lediglich Schiffmann/Matejka konnten mit einer sek. Rückstand gegenhalten. Böns/Böns und auch Scherer/Ullrich verloren weitere 4 Sek.

Die letzten 3 Prüfungen führten direkt am Rallyezentrum in Zorn vorbei. Hier kam es zum Showdown für die Teams. Böns/Böns erkämpften sich auf den WP 5 und 6 vier Sek. zurück, während Scherer/Ullrich weiter Zeit verloren und sich somit aus dem Kreis der Gesamtsiegaspiranten verabschiedeten. In der alles entscheidenden WP 7 verloren das Vater und Sohn Gespann Böns drei sek. auf Minor/Minor.

Somit konnten sich Rudolf und Hans-Jürgen Minor einen weiteren Gesamtsieg bei der heimischen Rallye auf ihre Fahnen schreiben. Den Sieg in der seriennahen Gruppe 1 erzielte das Team Kaiser/Köhler rauf Opel Kadett Gsi.

[sk]

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