Die Karten sind neu gemischt

Nach der Rallye Erzgebirge übernehmen Knorn/Krajewski die Spitze im ADMV-Trabant-Rallye-Cup.

7. Juli 2007

Michael Heimrich

Das vierte von zwölf Rennen um den ADMV-Trabant-Rallye-Cup ist absolviert. Wie anstrengend die Rallye Erzgebirge für Fahrer, Technik und vor allem so manches Nervenkostüm war, das zeigt sich deutlich am Endergebnis: lediglich 33 Fahrzeuge erreichten das Ziel, 18 Teams warf es vorher aus der Bahn. Knapp 500 Kilometer, davon 138 Wertungskilometer mussten absolviert werden. Gleich zwölf Wertungsprüfungen standen Samstag und Sonntag auf dem Programm.

Und die fünf Trabant-Teams, die sich die ?Große? der beiden Rallyes rund um Stollberg zutrauten, meisterten sie alle, in der H-10-Wertung gab es keine Ausfälle. Umso spannender gestaltete sich der Wettstreit um Bestzeiten und natürlich den begehrten Gesamtsieg, der bei der Nationalen Rallye immerhin 790 Punkte für die Cup-Wertung bringt. Die sicherte sich das Chemnitzer Duo Thomas Grimm und Kenny Trommer.

Dabei hatte der Start der beiden noch kurz vor dem Wochenende in Frage gestanden. Sie konnten erst in letzter Minute ihren Motor reparieren, der ihnen schon bei der Gravelland Kopfzerbrechen bereitet hatte. Da hatten Thomas Grimm und sein Co-Pilot Ronny Götze von Beginn an mit technischen Problemen zu kämpfen. Gleich auf der ersten Wertungsprüfung hatten sie auf den Schotterpisten rund um Senftenberg ihren Luftfilter verloren und damit gleich über eine Minute Zeit. Auch wenn sie auf den Folgeprüfungen einiges aufholten, blieb ihnen da nur der fünfte Platz in der Gesamtwertung. Umso glücklicher waren die Jungs von Ziesche-Racing über das Ergebnis bei der Heimrallye. Nicht nur der Gesamtsieg, sondern auch vier Bestzeiten stehen am Ende für Grimm/Trommer auf der Rechnung.

Am besten mithalten, und das obwohl auch sie von technischen Problemen nicht verschont waren, konnten mit knapp einer Minute Rückstand die Lokalmatadore Mike Knorn und Tino Krajewski, die sich vor der eigenen Haustür damit noch um einen Platz gegenüber der Gravelland-Rallye steigern konnten. Dort war das Duo die drittbeste Zeit gefahren. Den dritten Platz im Erzgebirge sicherten sich Michael Schröder und Marcel Baumann, gefolgt von Andreas Hötzel und Konstantin Pfeiffer. Ronny Gaumnitz und Steffen Oppel landeten auf dem fünften Platz.

Richtig Pech hatte das Team Andreas Schramm und Sebastian Nagel. Die beiden mussten sich schon beim dritten Rennen der Saison mit technischen Schwierigkeiten herumschlagen, erreichten im Lausitzer Tagebau nur den vierten Platz. Bei der Erzgebirge hielt die Pechsträhne an. Gleich auf der ersten Wertungsprüfung zogen sich die beiden einen Schaden an der Vorderachse zu, mussten schließlich die ganze Nacht schrauben, um ihren Trabant für den nächsten Tag wieder fit zu bekommen. Da war dann ?Ankommen? der einzige Punkt auf der Tagesordnung.

Nach dem turbulenten Rennverlauf sind die Karten in der Gesamtwertung jetzt neu gemischt. Die Spitzenposition hat das Team Knorn/Krajewski mit zuletzt konstant guten Ergebnissen erobert. Auf Platz zwei rutscht das norddeutsche Duo Martin und Danilo Christ. Die beiden, die in dieser Saison die ersten drei Rennen klar dominiert hatten, mussten bei der Erzgebirge wegen Motorschadens passen. Das nutzten die Verfolger. Thomas Grimm und Kenny Trommer konnten sich mit ihrem Sieg auf den dritten Tabellenplatz vorarbeiten.

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