Premiere in Paris

Opel STX Concept: Der Kombi lebt

Während immer mehr Hersteller ihre Modellprogramme auf SUV ausrichten, beschäftigt sich Opel mit der Zukunft des Kombis. Das STX Concept ist eine flache, elektrische Studie mit Allradantrieb, aktiver Aerodynamik und einem Design, das auch kommende Serienmodelle beeinflussen soll.

11. Oktober 2026

Michael Heimrich

Opel STX Concept: Der Kombi lebt

Opel hat mit dem Kombi eine längere Geschichte als viele andere Hersteller. Schon 1953 kam der Olympia Rekord Caravan auf den Markt, später gehörten Kadett, Rekord, Omega und Astra mit großem Gepäckabteil zum Straßenbild. Inzwischen hat der SUV bei vielen Herstellern diese Aufgabe übernommen. Mit dem STX Concept erinnert Opel daran, dass es für ein geräumiges Auto nicht unbedingt eine hohe Karosserie braucht.

Die Abkürzung ST steht für Sports Tourer, das X für Experimental. Die Studie ist keine direkte Vorschau auf einen neuen Astra Sports Tourer, sondern soll zeigen, wie Opel künftige Kombis gestalten könnte. Dass einige Details später in Serienfahrzeugen auftauchen werden, stellt der Hersteller bereits in Aussicht.

Flach statt hoch

Das STX Concept setzt auf eine gestreckte Silhouette mit niedriger Dachlinie, kurzen Überhängen und kräftig ausgeformten Radhäusern. Das Heck fällt steil ab und verspricht damit einen gut nutzbaren Gepäckraum. Konkrete Außenmaße oder ein Kofferraumvolumen nennt Opel allerdings noch nicht.

An der Front entwickelt die Marke ihren bekannten Vizor weiter. Die schwarze Fläche zwischen den Scheinwerfern wird größer und erhält vertikal angeordnete Lichtlamellen, die zur Mitte hin auslaufen. Dort sitzt der beleuchtete Opel-Blitz. Am Heck greifen schmale Rückleuchten das Motiv auf, ergänzt durch einen illuminierten Opel-Schriftzug.

Auffällig sind auch die C-Säulen. Aus der seitlichen Verglasung ziehen sich schmale Leuchtstreifen bis ins Dach. Konventionelle Außenspiegel fehlen, ihre Aufgabe übernehmen Kameras. Dazu kommen bündige Karosserieflächen und eine silbrig-blau schimmernde Lackierung.

Die Räder messen 22 Zoll und tragen Reifen im Format 285/35 R22. Für eine möglichst günstige Luftströmung haben die Felgen ein spezielles Drei-Zonen-Design erhalten. Was davon später an einem Serienkombi übrig bleibt, dürfte nicht zuletzt von Kosten und Alltagstauglichkeit abhängen.

Aerodynamik mit beweglichen Teilen

Besonders aufwendig fällt die aktive Aerodynamik aus. Bei höherem Tempo fahren unter dem Heck blau lackierte Diffusorelemente aus. Zusätzlich verlängern bewegliche, vertikale Elemente hinter den Hinterrädern die Karosserie nach hinten. Damit will Opel den Luftwiderstand reduzieren und die Fahrstabilität verbessern.

Der Aufwand passt zum Grundgedanken der Studie. Eine niedrige Kombikarosserie bietet für ein Elektroauto grundsätzlich interessante aerodynamische Voraussetzungen. Gerade bei höheren Autobahngeschwindigkeiten kann ein geringerer Luftwiderstand einen deutlichen Unterschied beim Energieverbrauch machen.

Technisch hält sich Opel dagegen zurück. Bekannt sind ein elektrischer Allradantrieb, eine neue Elektroarchitektur und eine Höchstgeschwindigkeit von mehr als 200 km/h. Angaben zu Motorleistung, Batteriegröße, Reichweite oder Ladeleistung fehlen.

Auch zum Innenraum bleibt die Ankündigung vage. Vorgesehen sind Leichtbausitze und eine weiterentwickelte Lichtgestaltung, wie sie Opel bereits mit früheren Experimental-Studien gezeigt hat. Wie viele Sitzplätze das STX Concept bietet und wie das Cockpit konkret aussieht, lässt der Hersteller offen.

Premiere in Paris

Seine öffentliche Premiere feiert das Opel STX Concept auf dem Pariser Autosalon vom 12. bis 18. Oktober 2026. Dort zeigt Opel außerdem den neuen Formel-E-Rennwagen GSE 27FE und den Corsa GSE.

Einen Serienstart für das STX Concept kündigt Opel nicht an. Die Studie dient zunächst als Ausblick auf die nächste Generation der Markengestaltung. Welche ihrer Elemente später tatsächlich in einem Serienmodell erscheinen, ist noch offen.

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