Wiegand knapp vor Scandola

Einen turbulenten Auftakt erlebte die diesjährige Rallye San Marino. Schon auf der ersten Prüfung litten viele Mitfavoriten nicht nur unter technischen Problemen, sondern leisteten sich vermeidbare Fehler. Sepp Wiegand glückte dagegen die erste Bestzeit in der IRC.

6. Juli 2012

Michael Heimrich

Auf Schotter fühlt sich Sepp Wiegand bekanntermaßen wohl, entsprechend zügig ging der Skoda-Junior die Rallye San Marino an. Mit 15:58.6 Minuten setzte er die Bestmarke auf der ersten Prüfung, zum ersten Mal überhaupt stand Wiegand bei einem IRC-Lauf ganz oben in der Zeitentabelle. "Ich bin überglücklich vorne zu liegen. Ein tolles Gefühl", jubelte der 21-jährige, der am Montag einen ausführlichen Schottertest absolvieren konnte und dabei auch Schützenhilfe vom extra angereisten Dieter Depping erhielt, der Wiegands-Mentor Matthias Kahle vertrat.

Bei anderen Fahrern gab es dagegen wenig Grund zur Zufriedenheit. Ford-Pilot Giandomenico Basso leistete sich zwei Dreher, Umberto Scola klagte über ein Motorproblem, möglicherweise verursacht durch Wasser im Benzintank und Peugeot-Hoffnung Germain Bonnefis verlor durch eine defekte Benzinpumpe über sieben Minuten. Weil andere Fahrer auf den jungen Franzosen aufliefen, kam es zu weiteren Verzögerungen, WP1 wurde vom Veranstalter anschließend neutralisiert.

Auf der zweiten Prüfung konnten Basso (20:25.3) und Mikkelsen (+3.0) die Rangordnung zwar wieder geraderücken, aber es reichte nicht, um Wiegand von der Spitze zu verdrängen. Seine drittbeste Zeit (+6.2) auf dem 24 Kilometer langen Wertungsabschnitt reichte aus, um die Führung in San Marino zu verteidigen. "Wir hatten zwei, drei haarige Momente in dieser Prüfung, als ich zu spät auf der Bremse war", sagte Wiegand. "Wir haben dabei sogar einen kleinen Baum gestreift."

Hinter Wiegand folgen Scandola und Mikkelsen auf den weiteren Podiumsplätzen. "Die Strecken sind extrem glatt. Ich finde einfach kein Vertrauen. Wir rutschen hin und her", klagte Mikkelsen. Basso muss sich nach der schlechten Zeit auf WP1 vorerst mit Platz vier begnügen. "Im Moment ist es nicht einfach für uns. Nach den Fehlern traue ich mich nicht anzugreifen", gab er zu.

Nicht mehr dabei ist Patrik Flodin. Der Schützling von Petter Solberg musste seinen Ford Fiesta auf der Verbindungsetappe zwischen der ersten und zweiten Prüfung wegen eines Kühlerlecks vorzeitg abstellen. Der Schwede hofft jedoch, am morgigen Samstag erneut starten zu können.

LINK: Die Ergebnisse der Rallye San Marino 2012 …
GALERIE: Die Bilder der Rallye San Marino 2012 …

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