Wiegand: „Ich denke, der Knoten ist geplatzt“

Am kommenden Wochenende muss sich Sepp Wiegand bei der Ypern-Rallye beweisen. Der Skoda-Pilot hofft, dass ihm das gute Ergebnis vom letzten EM-Auftritt hilft. Aber beim belgischen Klassiker kommt es auf eine ganz spezielle Sache an.

16. Juni 2014

Michael Heimrich

Bei ihrem letzten EM-Auftritt waren Sepp Wiegand und Beifahrer Frank Christian nach einer starken Aufholjagd am Finaltag der Irland-Rallye auf einem glänzenden zweiten Platz gelandet. „Ich denke, dass mit dem ersten Podestplatz in der EM der Knoten bei mir geplatzt ist. Das will ich natürlich auch in Belgien bestätigen, obwohl das auch für mich neues Terrain ist. Aber ich freue mich, endlich wieder im Skoda Fabia Super 2000 zu sitzen“, sagt der 23-jährige.

Sprung ins kalte Wasser

Während die direkte Konkurrenz in der Zwischenzeit fleißig Testkilometer abspulte und im Training blieb, musste Wiegand erneut die Zeit bis zum nächsten Einsatz absitzen. Auf den Test vor der Rallye verzichtet Skoda, ihm bleibt lediglich der kurze Shakedown, um sein Auto abzustimmen. Keine einfache Aufgabe, denn der belgische Klassiker verlangt nach einer extremen Fahrweise.
„Die ‚Ypern‘ ist eine der anspruchsvollsten Asphalt-Rallyes in Europa, besonders wegen der unzähligen Kurven, die man konsequent schneiden muss, um richtig schnell zu sein“, so Sepp Wiegand vor der Abreise nach Belgien. „Dieses für Ypern typische, geradezu brutale ‚Cutten‘ kenne ich bislang nur vom Hörensagen. Dabei wird von den Fahrzeugen so viel Schmutz auf die Straße geworfen, dass es nur eine sehr schmale, saubere Fahrspur gibt – und die muss ich treffen. Somit ist klar: Da muss nicht nur der Aufschrieb zu hundert Prozent passen, sondern auch das Vertrauen in den selbigen. Denn wer hier unsicher ist, verliert womöglich entscheidende Sekundenbruchteile.“
Wiegands Markenkollege Esapekka Lappi startet ebenfalls zum ersten Mal beim Rallye-Klassiker in Westflandern. „Für mich ist die ‚Ypres Rally‘ Neuland, aber das war ja auch bei der ‚Circuit of Ireland Rally‘ der Fall. Ich hoffe, dass es diesmal ähnlich gut funktioniert. Eins ist klar: Auf dem rutschigen Asphalt muss man ständig auf der Hut sein“, so Lappi, der in der Zwischenzeit mit dem Fabia R5-Testträger fleißig Asphaltkilometer abspulen konnte.
Der Finne hatte in Nordirland seinen zweiten Saisonsieg nach dem Triumph in Lettland gefeiert. Zudem schlägt ein vierter Platz in Griechenland zu Buche. In der Gesamtwertung liegt Lappi damit mit 98 Punkten in Führung – trotzdem warnt der 23-Jährige vor der starken Konkurrenz: „Dass man mit dem Fabia Super 2000 in Belgien erfolgreich sein kann, haben wir in den vergangenen Jahren bei den Siegen von Freddy Loix und Juho Hänninen gesehen. Doch das wird für uns deswegen trotzdem kein Selbstläufer, denn unsere Konkurrenz ist ebenfalls sehr stark aufgestellt und wird alles geben, um die Skoda-Siegesserie zu beenden.“ 

VIDEO: Sepp Wiegand Onboard – Rallye Irland

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