Der Unfall ereignete sich am Freitagnachmittag auf der gesperrten Bergstraße Ma-10 zwischen Pollença und Lluc. In Höhe von Mortitx kam der Porsche aus bislang ungeklärter Ursache von der Fahrbahn ab und stürzte in eine Schlucht. Für Rader kam jede Hilfe zu spät. Christina Ettel wurde mit schweren Verletzungen an der Wirbelsäule ins Krankenhaus gebracht.
Rader und Ettel nahmen mit der Startnummer 000 an der Veranstaltung teil. Ihr Fahrzeug gehörte damit nicht zum eigentlichen Wettbewerbsfeld, sondern war als Vorausfahrzeug unterwegs.
Der Motorsport war für Rader weit mehr als ein gelegentliches Hobby. Neben seinen Rallye-Einsätzen bestritt er regelmäßig Langstreckenrennen, unter anderem auf der Nürburgring-Nordschleife. Dort trat er mit Porsche-Rennfahrzeugen von Huber Motorsport an. Auch in der internationalen 24H Series war er am Start.
Bekannt wurde Rader vor allem als Mitgründer der Restaurantkette L’Osteria, die er 1999 gemeinsam mit Friedemann Findeis ins Leben rief.
Veranstalter bricht Rallye ab
Die Organisatoren der 550 Challenge Mallorca sagten nach dem Unfall sämtliche noch ausstehenden Wertungsprüfungen und das weitere Veranstaltungsprogramm ab.
„In solchen Momenten dürfen weder Ergebnisse noch Platzierungen oder sportliche Ziele über dem stehen, was wirklich zählt“, erklärte die Veranstaltungsleitung und sprach den Angehörigen ihr Beileid aus.
Die sechste Ausgabe der 550 Challenge Mallorca war ursprünglich vom 8. bis 10. Oktober geplant. Das Programm umfasste 14 abgesperrte Straßenabschnitte und eine Gesamtstrecke von mindestens 550 Kilometern. Neben dem Geschwindigkeitswettbewerb gehörten auch Gleichmäßigkeitswertungen und eine Show-Car-Kategorie zur Veranstaltung.
Die spanischen Behörden untersuchen die Unfallursache.


