Riesenärger in Frankreich

Zwar darf sich Jean-Marie Cuoq nach dem Schottertitel auch über die Asphaltmeisterschaft freuen, doch dieser hat vor dem Saisonfinale illegal trainiert.

26. November 2007

Michael Heimrich

Mit einem Skandal endet die diesjährige Saison in der französischen Asphaltmeisterschaft. Erst zum sportlichen Teil, wenn von diesem überhaupt die Rede sein kann. David Salonon ging im Yacco-Peugeot 307 WRC zunächst in Führung und setzte fünf von sechs Prüfungsbestzeiten. Dann aber verlor der junge Meisterschaftsanwärter jegliche Titelchancen durch einen Reifenschaden, der ihn rund viereinhalb Minuten kostete.

Somit ging Patrick Henry in Führung, der die Angriffe von Jean-Marie Cuoq zunächst erfolgreich abwehrte. Doch am letzten Tag startete der Schotterchampion im weißen Peugeot 307 WRC eine Schlussattacke und verringerte seinen Rückstand sukzessive. Die letzte Wertungsprüfung sollte letztendlich die Entscheidung bringen, die Cuoq schneller als sein Rivale Henry bewältigte und die Rallye du Var mit 12.6 Sekunden Vorsprung gewann. Dies bedeutet auch, dass der Fahrer aus Ardeche die Fahrerwertung mit sechs Zählern Vorsprung zu seinen Gunsten entscheiden konnte.

Doch nun kommen wir zum schon angesprochenen Skandal. Im Vorfeld des Saisonfinales wurden Jean-Marie Cuoq, David Salanon und Patrick Rouillard beim illegalen Abfahren der Wertungsprüfungen erwischt. Die Strafe für das Vergehen ist jedoch höchst umstritten, da den Delinquenten eine Zeitstrafe von 20 Sekunden und 160 Euro Strafgeld aufgebrummt wurde. Total, der Hauptsponsor der französischen Asphaltmeisterschaft, meldete sich nach der Veranstaltung zu Wort und fordert vom französischen Automobilverband eine rasche Aufklärung der Vorkommnisse.

„Wie wir schon erklärt haben, werden wir uns aus der Meisterschaft zurückziehen, wenn ein Betrüger den Titel in dieser Saison gewinnt“, so der Total-Verantwortliche Jacques Schittenhelm. „Wir sind Partner der Meisterschaft schon seit 1998, aber unter diesen Umständen sind wir nicht bereit weiter zusammenzuarbeiten. Wir warten jedoch ab, welche Schritte in den kommenden Tagen unternommen werden.“ Den Titel in der Michelin Trophy entschied Eric Mauffrey zu seinen Gunsten.

Emmanuel Guigou beendete die Veranstaltung im schnellsten Renault Clio R3 auf Position fünf vor dem Teamkollegen Cedric Robert. Drittschnellster in diesem Fahrzeug wurde Kris Princen als Gesamt-Neunter, nur einen Rang hinter Brice Tirabassi, der in der zwölften Wertungsprüfung die fünfte Position nach Defekt am Reifen verlor. Schon früher war die Veranstaltung für Niki Schelle und Jan Enderle im Suzuki Swift des französischen Rallye Cups. Als Elfter im Suzuki-Markenpokal beendete er den Gastauftritt bei der Rallye du Var nach der siebten Wertungsprüfung.

Endstand der Rallye du Var 2007
1. J.-M. Cuoq/D. Marty – Peugeot 307 WRC  2:35:41.9
2. P. Henry/M. Lombard – Peugeot 307 WRC  + 00:12.6
3. D. Salanon/C. Combronde – Peugeot 307 WRC  + 04:49.6
4. E. Mauffrey/G. Houssin – Peugeot 306 Maxi  + 5:28.3
5. E. Guigou/E. Domenech – Renault Clio R3  + 8:28.7
6. C. Robert/G. Bedon – Renault Clio R3  + 8:50.9
7. G. Canivenq/S. Grimal – Peugeot 206 RC  + 8:53.1
8. B. Tirabassi/F. Gordon – Peugeot 207 S2000  + 9:19.3

Foto: 1max2rallye.com

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