ÖRM ohne Raimund Baumschlager?

Weil seine Motorsportschmiede BRR in diesem Jahr noch mehr Kundenfahrzeuge einsetzt, muss Raimund Baumschlager sein eigenes Programm überdenken.

16. Februar 2017

Michael Heimrich

Auf Raimund Baumschlager und seine BRR-Mannschaft warten in diesem Jahr neue Herausforderungen. Nicht nur die Einsätze von Fabian Kreim und Dominik Dinkel in der Deutschen Rallye Meisterschaft (DRM) werden von den Österreichern durchgeführt, auch das EM-Programm von Marijan Griebel liegt in ihren Händen. Dazu kommt ein Auftrag in der ungarischen Meisterschaft, wo Champion Norbert Herczig auf die Truppe aus Micheldorf setzt und diverse Einsätze von Red Bull-Juniorin Tamara Molinaro. 
Bei diesen vielen Aktivitäten sind die Wochenenden, an denen Firmenchef Raimund Baumschlager selbst hinter dem Steuer eines Skoda Fabia R5 sitzen könnte, entsprechend dünn gesät. Der Rekord-Titelträger freundet sich deshalb bereits mit dem Gedanken an, überhaupt nicht an der diesjährigen Staatsmeisterschaft teilzunehmen.
„Ich habe zwar einen Vertrag mit Skoda, weiß aber nicht, ob und in welcher Form ich diesen erfüllen kann“, sagt Baumschlager und erklärt: „Wir haben schon jetzt extrem viele Überschneidungen, deshalb weiß ich nicht, ob ich überhaupt dazu parallel ein ÖRM-Programm auf die Beine stellen kann, oder vielleicht nur sporadisch irgendwo antreten werde. Es kann auch gut sein, dass ich diese Saison gar nicht selbst hinterm Steuer sitze. Wir haben in diesem Jahr noch mehr Kunden zu betreuen und diese genießen bei uns Priorität.“
Im vergangenen Jahr musste sich Baumschlager in der ÖRM der WRC-Konkurrenz geschlagen geben. Nachdem Volkswagen aus der Weltmeisterschaft ausgestiegen war und seitdem den Polo WRC 2016 zur Vermietung anbietet, hat es auch zwischen BRR und Hannover Gespräche über den Einsatz des Fahrzeugs gegeben. Allerdings hat sich daraus laut Baumschlager nichts Konkretes ergeben.

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