Der letzte Rallye-WM-Einsatz von Kris Meeke war bei der Rallye Großbritannien 2011. Damals landete er mit seinem Mini John Cooper Works WRC auf dem Podium. In dieser Saison fand sich der IRC-Champion des Jahres 2009 jedoch auf dem Abstellgleis wieder, denn Prodrive setzte in der Weltmeisterschaft nur ein Fahrzeug für Dani Sordo ein – und auch das lediglich bei ausgewählten Läufen. Um dennoch Vollgas geben zu können, reiste Kris Meeke nach Mexiko, wo in der vergangenen Woche das legendäre Baja 1000-Rennen stattfand – eine der bekanntesten Cross-Country-Rallyes der Welt, die Jahr für Jahr in der Nähe der Pazifikküste stattfindet und die Fans in ihren Bann zieht.
Meeke startete am Donnerstag um 7.06 Uhr Ortszeit in Ensenada mit der Startnummer 263 auf seiner Honda CRF 450X in das Rennen. Nur 31 Motorrad- und zwei Quad-Piloten entschieden sich überhaupt, die diesjährige Baja 1000 ohne Fahrerwechsel in Angriff zu nehmen!
Auf der 1.804 Kilometer langen Reise bis ins Ziel nach La Baz an der Südspitze der Baja-Halbinsel mussten die Teilnehmer zahlreiche Herausforderungen meistern. "Die Straßen sind meist sehr kurvig, der Fahrbahnbelag extrem rau – ganz ähnlich wie bei der Rallye Zypern", berichtete der 33-Jährige, nachdem er beim Training einige Sektionen abgefahren war. "Andere Passagen sind eher flüssig zu fahren und erinnern eher an die Straßen in Finnland."
Meeke benötigte für die über 1.800 Kilometer lange Strecke nach La Paz 40:38,20 Stunden und kam in der SPT M/C-Kategorie als 18. ins Ziel. Nicht schlecht für einen Rookie. "Das war beeindruckend", ließ Meeke anschließend wissen. "Ich fühle mich, als hätte ich gerade zwölf Runden gegen Mike Tyson geboxt und gewonnen." Den Gesamtsieg bei den Motorrädern sicherten sich Colton Udall, Timmy Weigand und David Kamo, die nach 20.09,30 Stunden ins Ziel kamen.

