Matchball für Bergkvist

Emil Bergkvist könnte im Opel Adam R2 vorzeitig den Titel in der Junior-EM holen. Dazu muss er in Estland die Maximalpunktzahl einfahren. Kein unmögliches Unterfangen, wie der Schwede meint.

13. Juli 2015

Michael Heimrich

Die Rallye Estland, rund 180 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Tallinn gelegen, ist eine der schnellsten Schotter-Rallyes Europas. Und damit scheint dieser fünfte und vorletzte Lauf zur Junior-Europameisterschaft dem Schweden Emil Bergkvist wie auf den Leib geschneidert zu sein. Der Führende in der Junior-EM und sein Copilot Joakim Sjöberg sind entsprechend motiviert. „Das sind die Bedingungen, die ich beim Rallyefahren am meisten liebe“, sagt Bergkvist. „Die extrem schnellen Schotterpisten in Estland werden ein Riesenspaß! Ich bin zuversichtlich, dass sie meinem Fahrstil entgegenkommen werden. Der Adam R2 hat seine Konkurrenzfähigkeit auf jeder Art von Untergrund bewiesen, also denke ich, wieder um die Podestplätze mitkämpfen zu können.“
Nicht im Fokus, aber im Bereich des Möglichen ist die Aussicht auf den vorzeitigen Titelgewinn, für die nur die besten vier der sechs Saisonergebnisse gezählt werden. Pro Rallye erhalten die im Endergebnis bestplatzierten zehn Fahrer Punkte nach Formel-1-Schema des Weltverbands FIA. Dazu sind pro Etappe bis zu sieben Bonuspunkte zu holen. Maximal kann ein Pilot bei einem Lauf zur Junior-EM 39 Punkte sammeln – was Bergkvist in Lettland und Irland schon zweimal gelungen ist. Dennoch lehnt Emil, der als einziger Fahrer in Estland den Titelsack zumachen könnte, derlei Rechenspiele kategorisch ab: „Mir ist bewusst, dass Estland schon die Entscheidung im Titelkampf bringen kann. Aber daran verschwende ich keinen Gedanken. Der Wettbewerb in der Junior-EM ist viel zu hart, um etwas anders zu tun, als sich auf die nächste Wertungsprüfung zu konzentrieren – und hinterher die Punkte zu zählen.“
Zu den sechs Fahrern, die mathematisch noch für den Titelgewinn in Frage kommen, zählt auch Bergkvists Kollege aus dem ADAC Opel Rallye Junior Team, Marijan Griebel. Der 26-Jährige aus Hahnweiler und sein Beifahrer Stefan Clemens haben ihr Pech aus Ypern, als sie ein Plattfuß in der letzten Prüfung den Sieg kostete, weggesteckt und sehen dem Abenteuer in Estland mit Zuversicht entgegen. „Ich freue mich auf sehr, sehr schnelle Schotterpisten, die wieder eine andere Charakteristik aufweisen werden als die übrigen Veranstaltungen. Was ich erwarte? Eine Horde Jungs, vor allem aus Skandinavien und dem Baltikum, die vom ersten Meter an voll am Limit unterwegs sein werden. Aber ich denke, das ADAC Opel Rallye Junior Team und der Adam R2 sind gut aufgestellt, um ihnen das Leben schwerzumachen“, so Griebel.
Insgesamt erwartet die Teilnehmer eine Gesamtdistanz von 656,38 Kilometer, davon 16 Wertungsprüfungen über 204,86 Kilometer. Die erste Etappe startet am Freitag (17. Juli) ab 20 Uhr Ortszeit (19 Uhr MEZ) mit der City Stage in Tartu. Der Rest der ersten Etappe über weitere neun Wertungsprüfungen findet am Samstag zwischen 8.52 und 19.52 Uhr Ortszeit statt. Die zweite Etappe über sechs Wertungsprüfungen beginnt am Sonntag um 7.30 Uhr, die Zielrampen-Überfahrt in Tartu erfolgt ab 16 Uhr Ortszeit.

VIDEO: Ypern-Rallye 2015



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