Kovalainen gewinnt RoC 2004

Überraschung in Paris: Nicht einer der Topfavoriten setzte sich beim Spektakel im Stade de France durch, sondern Renault-Testfahrer Heikki Kovalainen.

4. Dezember 2004

Michael Heimrich

Mit einer kleinen Sensation endete das diesjährige Race of Champions in Paris. Die Topstars der Motorsportszene waren gekommen und wollten sich vor allem mit Michael Schumacher messen. Doch ein relativ unbekannter Finne stahl ihnen am Ende die Show.

Dabei sah es für Schumi zunächst gut aus. Der Ferrari-Star setzte sich in den Vorläufen klar gegen die Konkurrenz durch, ehe er im Finale der Rennfahrer auf Heikki Kovalainen. Der Renault-Testfahrer hatte kurz zuvor DTM-Star Jean geschlagen und zeigte beim Duell gegen Schumacher sein ganzes Können.

Mit einem Vorsprung von 0.995 Sekunden setzte Kovalainen sich gegen den Formel1-Champion durch und traf im Finale auf Rallye-Weltmeister Sebastien Loeb. Dieser hatte im letzten Lauf der ‚Quertreiber-Gruppe‘ Marcus Grönholm geschlagen und sollte beim großen Finale, das auf zwei 307 WRC augetragen wurde, eigentlich im Vorteil. Doch Kovalainen, der zum ersten Mal überhaupt in einem World Rally Car saß und von Peugeot-Ingenieuren vor dem Start eine kurze Einweisung in die Technik erhielt, nutzte auch diese Chance und setzte sich am Ende klar durch.

„Ich kann es kaum glauben“, jubelte der 23-jährige Finne vor über 60.000 Zuschauern im Stade de France. „Vor allem weil ich den Rallye-Weltmeister in einem WRC geschlagen habe. Unglaublich! Und man bekommt nicht jeden Tag die Chance einen Michael Schumacher zu schlagen. Das war ein großartiger Moment.“

Armin Schwarz gewann zwar seinen ersten Lauf gegen den Amerikaner Jimmie Johnson, verlor aber im Viertelfinale gegen Sebastien Loeb. Auch im Nationen-Cup war für Deutschland nichts zu holen. Schumacher und Schwarz mussten sich bereits in der Vorrunde Brasilien geschlagen geben. Am Ende siegte Frankreich knapp vor Finnland.

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