Fulminanter Auftakt trotz Erkältung

Verschärfte Bedingungen für die Prototypen-Premiere: Matthias Kahle und Dr. Thomas M. Schünemann mussten die erste Etappe der Silk Way Rallye beide stark erkältet in Angriff nehmen. Davon ließen sich die Piloten des HS RallyeTeams aber wenig beeindrucken.

9. Juli 2012

Michael Heimrich

Außentemperaturen von über 30°C, 258 Offroad-Kilometer und zwei stark erkältete Piloten im Cockpit: So lauteten die Eckdaten für das HS RallyeTeam vor der ersten Etappe der Silk Way Rallye. In den Tagen vor der Veranstaltung hatten sich sowohl Matthias Kahle als auch Copilot Dr. Thomas M. Schünemann einen grippalen Infekt eingefangen. Trotz dieses Handicaps meisterte das deutsche Duo die erste Hürde mit Bravour. Der SAM 30D CC hatte beim ersten Checkpoint noch auf Platz fünf gelegen, schob sich kurz darauf aber an allen Konkurrenten vorbei und markierte bei CP 2 die schnellste Gesamtzeit. Erst im Schlussabschnitt reduzierten Kahle/Schünemann das Tempo ein wenig.

Nach 258 Kilometern bedeutete das Platz vier mit gerade einmal 4.21 Minuten Rückstand auf den führenden Boris Gadasin (G-Force-Proto). Auf der ersten Etappe ging es an der Spitze erwartungsgemäß sehr eng zu. Die ersten acht Teams liegen innerhalb von acht Minuten. Aus der Spitzengruppe hat bisher nur Christian Lavieille (Dessoude Proto) ein wenig Zeit eingebüßt, sein Rückstand auf den Spitzenreiter liegt bei etwa 25 Minuten.

"Wir sind unglaublich zufrieden mit unserem Ergebnis. Trotz der Erkältung konnten wir das Tempo an der Spitze mitgehen. Die Navigation war heute sehr schwierig. Kompliment an Thomas, er hat seine Aufgabe heute toll gelöst. Wir haben das Tempo am Ende ein bisschen rausgenommen, weil wir nichts mehr riskieren wollten. Ein Tagessieg wäre heute vielleicht sogar möglich gewesen. Aber darum geht es uns nicht. Wir wollen am Ende möglichst weit vorn stehen", sagte Matthias Kahle.

Auf der morgigen Schleife rund um Wolgograd  „nur“ 434 Kilometer zurückgelegt, allerdings werden 309 davon in Wertung absolviert. Damit ist die Prüfung länger und sicher auch schwieriger als die heutige Speziale. Der Sandanteil liegt bei 70 Prozent, 20 davon sind richtige Dünen. Außerdem werden die Außentemperaturen weiter ansteigen! Ein Teil der Prüfung gehört der alten „Seidenstraße“ an, nach der die Rallye benannt ist.

Ergebnis der Silk Way Rallye 2012 nach Etappe 1
01. Gadasin/Shchemel, G-Force-Proto 2:55:52
02. Schlesser/Zhilstov, Schlesser-Buggy +0:11
03. Alvarez/Graue, Toyota Hilux Pickup +1:25
04. Kahle/Schünemann, SAM 30D CC +4:21
05. Gardemeister/Petersons, Mitsubishi Pajero +5:21
06. Pelichet/Panseri, Toyota Hilux Pickup +6:28
07. Magnaldi/Forthomme, Dessoude-Buggy +7:12
08. Volikov/Volikov, G-Force-Proto +7:33
09. Szalay/Bunkoczi, Opel Antara RR +13:59
10. Chavigny/Brucy, Proto Dessoude +13:59

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