25 Jahre ERT

Der Grundgedanke Rallye-Amateurteams zu bezahlbaren Preisen die Teilnahme im nahe gelegenen Ausland zu ermöglichen sowie den europäischen Gedanken zu fördern, geht auf eine Besprechung von Armin Kohl und Jacky Jung im Rahmen der „3e Rallye Alsace-Vosges“ im März 1987 in Stra?burg zurück.

19. November 2012

Michael Heimrich

Schon vier Wochen später legte Jacky Jung eine erste Ausschreibung, deren Grundzüge auch nach mehr als zwei Jahrzehnten Bestand haben, vor. Die Euro-Rallye-Trophée (ERT) war geboren.

Zu der „ADAC Deutschland Rallye“ und der „Rallye Alsace-Vosges“, deren Repräsentanten Kohl und Jung waren, stießen schnell die „ADAC Saarland Rallye“ und die „Rallye de Lorraine“ hinzu, und die so genannte „Europameisterschaft der Rallye-Amateure“ wurde erstmals 1988 ausgetragen. Im Veranstalterdebütjahr traten 32 Fahrer aus neun Nationen in der ERT an. Mit der „Rallye de Wallonie“ reihten sich ab 1989 auch die Belgier in die Reihen der Trophée ein. Nach dem Fall der Mauer 1989 zeigten auch Veranstalter und Rallye-Fahrer aus dem Osten Europas Interesse an der ERT; der Titelträger 1990 kam aus der damaligen Tschechoslowakei. Über mehrere Jahre (von 1992 bis 1998) war die „Wisla Rally“ in Polen fester Bestandteil der EM für Amateure.

Von Krisen nicht verschont

Im Jahre 1993 durchlebte die ERT eine schwere Krise Die Veranstalter hatten das alleinige Stimmrecht und konnten die im Reglement verankerten Pflichten umgehen oder ignorieren, es gab Unstimmigkeiten auf allen Ebenen. Die ERT-Organisation bestand nur noch aus drei Personen, musste also neu aufgestellt werden, ihre Rechte und Pflichten sowie die freie Entscheidungskraft wurden neu umrissen. Neben einer neuen Bereichseinteilung für die Entscheidungsträger wurde das Einschreibesystem für Veranstalter und Fahrer abgeändert.

In der Saison 1997 geriet die ERT erneut in eine Existenzkrise, nach der Absage mehrerer Veranstalter blieben nur mehr zwei Rallyes im Kalender der ERT. Zwei Jahre später ergab sich eine ähnliche Situation, es gab keine Veranstalter,  doch man hatte elf eingeschriebene Fahrer. Am Ende des Jahres gab es keine Siegerehrung, stattdessen veranstaltete man allerdings ein Fest für die Fahrer.
Die ERT konnte sich von diesen Tiefschlägen erholen, in der Folgezeit wurde der Höhepunkt in ihrem Kalender die „ADAC Rallye Deutschland“. Diese stieg 2002 in die Weltmeisterschaft auf und an ihre Stelle trat die „ADAC Eifel-Rallye“. 

In der jüngeren Vergangenheit gab es auch Rallyes in den Niederlanden und eine weitere in der Schweiz. Die „ADAC Saarland Rallye“ ist allerdings die einzige Veranstaltung, die von Anfang an bis zum heutigen Tage dabei ist. Allerdings mit Ausnahme des Jahres 1994, in dem der ADAC Saarland Ausrichter der „Rallye Deutschland“ war. Insgesamt wurden 178 Rallyes von 23 Veranstaltern mit ERT-Prädikat durchgeführt (bis Ende 2012). 

Stabilität im Vorstand

Im Jahr 1992 war der Luxemburger Guy Rasquin dem Vorstand der ERT beigetreten und hatte 1997 das Amt des Präsidenten vom Franzosen Jean Claude Willenbucher (+ 2008) übernommen. Wie auf dem Präsidentenstuhl so gab es im Laufe der Zeit auch auf dem Posten des Schatzmeisters keine großen Umwälzungen, auf den Belgier Etienne Lerson folgte 1990 Edgar Neusius. Der Saarländer gehört dem Vorstand seit dem ersten Veranstalterjahr an. Der Belgier Hermann Nyssen, Vize-Präsident der ERT, gehört seit 1989 der Vorstandsetage an.Die Fluktuation bei den Veranstaltern war allerdings größer, diese spiegelte sich auch im Haushaltsplan wieder, säumige Partner ließen die ERT in eine gefährliche Schieflage geraten. Erst in den letzten Jahren ist es gelungen der Trophée eine solide finanzielle Basis zu verschaffen. 

Anfangs hatte der ASAC Lorraine sich der Sekretariatsarbeiten angenommen, Ende der neunziger Jahre wurde diese Aufgabe vom ADAC Saarland übernommen, dann wurde dieser Aufgabenbereich nach Luxemburg verlegt. Hier ist seit 2010 auch der ständige Sitz der ERT. 

Mehr Infos unter: www.euro-rallye-trophee.eu 

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