Trauer um Jean-Luc Thérier

Im Alter von 73 Jahren ist der ehemalige Weltklasse-Pilot Jean-Luc Thérier verstorben.

1. August 2019

Michael Heimrich

Trauer um Jean-Luc Thérier

Der Franzose zählte Anfang der Siebziger zu den legendären „vier Musketieren“, als er mit seinen Landsleuten Jean-Claude Andruet, Jean-Pierre Nicolas und Bernard Darniche das Alpine-Werksteam bildete. Alpine gewann mit dem Modell A110 in den Jahren 1971 und 1973 die Marken-Weltmeisterschaft. 1973 feierte Thérier Siege bei den WM-Läufen Portugal, Akropolis und Sanremo, dazu noch dritte Plätze in Schweden und Korsika. Jean-Luc Thérier hätte 1973 die Fahrer-WM überlegen gewonnen – wenn es den Titel damals schon gegeben hätte.

Thérier stammte aus dem Norden Frankreichs, saß mit 15 im Kart und mit 21 bei Rallyes im Renault 8 Gordini; damit fuhr er sich binnen drei Jahren in die Werksteams von Renault und Alpine. 1970 gelang ihm im Alpine bei der Sanremo-Sestriere-Rallye sein erster WM-Erfolg. Nach dem Höhepunkt 1973 kamen die Alpine gegen die Konkurrenz ins Hintertreffen, so dass Thérier von 1976 bis 1980 im Toyota-Team von Ove Andersson fuhr. Dort wurde er oftmals zum tragischen Helden, weil er zwar erstklassige Leistungen zeigte, aber bei keinem WM-Lauf das Ziel sah.

Im Herbst 1980 schaffte Thérier im Alméras-Porsche noch einen WM-Sieg bei der Tour de Corse. Drei Monate später hatte er den Monte-Carlo-Sieg vor Augen; doch mit drei Minuten Vorsprung strandete er am Col de Turini, wo „Fans“ Schnee auf die ansonsten trockene Strecke geschaufelt hatten. Im Renault 5 Turbo fuhr Thérier noch bis 1984, Platz 4 bei der Monte und ein Sieg bei der Rallye Jeanne d’Arc unweit seiner Heimat waren die letzten Erfolge des Franzosen mit den weichen Gesichtszügen.

Thérier war vielseitig: zweimal französischer Meister, zweimal Schotter-Meister, viermal in Le Mans dabei. 1985 startete er beim Paris-Dakar-Marathon mit einem kleinen Citroën Visa, mit dem er in der dritten Etappe schwer verunglückte. Damit endete seine Karriere, denn die Folgen des Unfalls, unter anderem ein steifer Arm, hat er physisch wie psychisch nie überwunden. Am 31. Juli ist er in seinem Heimatort Neuchâtel-en-Bray in der Normandie gestorben.

Aktuelle Schlagzeilen

WM-Kalender 2027

Rallye Portugal fliegt 2027 aus dem WRC-Kalender

29. September 2026

Noch keine Entscheidung

Hyundai denkt bereits an 2029

29. September 2026

Blick in die Zukunft

Neue Alpine A110 zeigt erstmals ihre Form

29. September 2026

Zum letzten Mal

Zeitplan Rallye Sardinien 2026

29. September 2026

Rallye Coeur de France

Mutmaßliche Sabotage stoppt Cup-Spitzenreiter Arthur Roché

28. September 2026

61. ADAC Holsten Rallye

Ravenol DRC: Gerhard wird Zweiter beim Schotter-Fest

28. September 2026

Alle Schlagzeilen

Anmelden

Registrieren

Passwort zurücksetzen

Bitte gib deinen Benutzernamen oder deine E-Mail-Adresse an. Du erhältst anschließend einen Link zur Erstellung eines neuen Passworts per E-Mail.

Der Upload läuft... bitte lassen Sie dieses Fenster geöffnet.