Wallenwein dominiert im Norden

Eis und Schnee haben die Wikinger-Rallye fest im Griff. Beim zweiten Lauf zur DRM 2013 sind das Wetter und die daraus resultierenden Streckenverhältnisse das dominierende Thema.

22. März 2013

Michael Heimrich

Über 95 % der 14 Wertungspüfungen sind mit Schnee oder Eis bedeckt, teilweise führt die Strecke zwischen zwei Meter hohen Schneewehen hindurch. Man muss schon lange in den Geschichtsbüchern zurück blättern, um überhaupt eine Veranstaltung mit vergleichbaren Bedingungen zu finden.

Pünktlich um 17.30 Uhr schickte Bürgermeister Friedrich Bennetreu den dänischen Meister Christian Jensen im Peugeot 207 S2000 als Ersten auf die Freitagsetappe. Bennetreu erklärte augenzwinkernd, „wir wollten den Fans der Wikinger-Rallye mit diesem Wetter mal etwas ganz Besonderes bieten, eine richtig große Herausforderung.“ Die Herausforderung hatte vor allem der Veranstalter. Vor allem auf der zweiten Wertungsprüfung hatte der starke Wind durch Schneeverwehungen am Nachmittag die Strecke teilweise unpassierbar gemacht. Nur nach dem Einsatz von Schneepflügen und drei Radladern konnte überhaupt gestartet werden.

Den sportlichen Teil dominierten Sandro Wallenwein und Co Markus Poschner, die in ihrem Subaru Impreza R4 auf allen Prüfungen die schnellste Zeit absolvierten. Drei der vier geplanten Prüfungen gewannen sie, die vierte musste dann wegen Unfahrbarkeit abgesagt werden. „Der Grad zwischen den Stellen, wo man schnell fahren kann und dort, wo man Schrittgeschwindigkeit fahren muss, ist sehr schmal. Es ist zwar toll, dass wir jetzt führen, aber wir hätten auch an jeder Ecke rausfliegen können“, war der Rallye-Meister von 2011 sichtlich zufrieden.

Auf Rang zwei gehen Georg Berlandy und Co-Pilot Peter Schaaf in ihrem Peugeot 207 S2000 in die Übernachtungspause. „Ich versuche hier den Wettbewerb vollkommen auszublenden und einfach nur ins Ziel zu kommen.“ Den dritten Platz hatte lange DRM-Leader Peter Corazza inne, bis er in der dritten Prüfung kurz vor dem Ziel nach einem Ausrutscher mit dem Mitsubishi Lancer im Schnee stecken blieb. Rang drei belegt nun der dänische Meister Christian Jensen im Peugeot 207 S2000. Bester Fahrer ohne Allradantrieb und damit Führender der 2WD-Wertung ist Carsten Mohe im Renault Mégane RS.

Geradezu sensationell ist die Leistung des Wikinger-Siegers der beiden letzten Jahre. Felix Herbold ist diesmal als Gaststartern in der Citroën DS3 R1 Trophy unterwegs und liegt nach der Freitagsetappe in einem der kleinsten Fahrzeuge des Feldes auf dem zwölften Gesamtrang. Den konnte er aber erst in der dritten Prüfung erobern, bis dahin führte Auftaktsieger Julius Tannert die Trophy-Wertung an.

Nach der Übernachtungspause beginnt die Samstagetappe auf dem Marktplatz in Süderbrarup um 8.01 Uhr. Höhepunkt am Samstag sind die beiden Durchgänge auf dem Zuschauerrundkurs ‚Süderbrarup Spezial’ um 14.40 Uhr und um 16.40 Uhr.

GALERIE: Die Bilder der Wikinger-Rallye 2013 …

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