Monte Carlo am Monte Rigi

Verschneite Prüfungen, eisige Pisten, weiße Winterlandschaft: Solche Szenen kennen Fans sonst nur von den Events der Rallye-WM in Schweden und Monaco.

9. März 2005

Michael Heimrich

Monte Carlo am Monte Rigi

Doch diesmal türmen sich die Schneemassen im Oberland: Bei der ADAC Bayern-Rallye Oberland, dem traditionellen Auftakt zur DRM (Deutsche Rallye-Meisterschaft) warten winterliche Verhältnisse auf die Piloten.

Nicht nur auf der Strecke über den Hausberg von Peißenberg sieht es derzeit aus, wie auf dem Col de Turini: Monte-Carlo-Feeling auf dem ?Monte Rigi? ? da kommt bei Fans und Fahrern Freude auf. Zumal auf dem rutschigen Geläuf insbesondere die fahrerischen Qualitäten gefragt sind. Denn beim Winter-Event in Bayern können die PS der Rallyefahrzeuge nur schwer auf die Straße gebracht werden.

?In Deutschland dürfen keine Spike-Reifen verwendet werden?, erklärt der amtierende Meister Matthias Kahle. ?So sind die Voraussetzungen für alle Piloten gleich.? Für Kahle bricht in Bayern eine neue Zeitrechnung an: Er nimmt erstmals im brandneuen Skoda Fabia WRC Platz. Sein neues Einsatzgerät ist seit Wochenbeginn in den Händen des tschechischen Einsatzteams und wird beim Shakedown (Donnerstag, 18.00 ? 20.00 h, Altenstadt, an der ?Möbelzentrale?) die ersten Meter fahren. Und dass gefahren wird, ist klar: ?Egal was kommt, wir starten?, sagt Orga-Leiter Ludwig Dietl. ?Im Notfall stehen Schneefräsen bereit, um WPs zu räumen.?

Über den Winter ist aus der Oberland-Rallye die ADAC Bayern-Rallye Oberland geworden. Bereits die Namensänderung deutet auf das gestiegene Interesse an der Veranstaltung, dem das Team um Dietl auch auf andere Weise Rechnung trägt. Rallye-Zentrale und Pressezentrum wechselten in größere Räumlichkeiten im Jakob-Pfeiffer-Haus am Rande der Altstadt von Schongau. ?Hier stehen uns zusätzliche Räume und mehr Parkplätze zur Verfügung?, so Ludwig Dietl. Aus dem gleichen Grund wechselte der Serviceplatz an den Ortsrand von Peiting.

Ganz in der Nähe des Service-Platzes lockt auch eine neue Prüfung. Die Zehn-Kilometer-Strecke ?Peiting? wird am Freitag nach dem Start (16.00 h, Marienplatz in Schongau) als WP 1 und WP 3 absolviert. Das traditionelle Highlight im Oberland ist auch diesmal der Rundkurs in Altenstadt. Drei Mal wird er absolivert, jedes Mal legen die Aktiven vier Runden zurück. Am Freitag (ab 19.40 h) sind die Rallye-Boliden unter Flutlicht erstmals am Stadtrand von Altenstadt zu sehen. Zwei weitere Durchgänge folgen am Samstag (12.30 h und 15.00 h).

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