Lob&Kritik für die Deutschland-Rallye.

Für viele war die Generalprobe für den möglichen WM-Lauf gelungen. Doch Kritik am Veranstalter hagelte es besonders von Seiten der kleineren Teams .

11. Juli 2001

Michael Heimrich

Für alle Beteiligten stellte die Rallye Deutschland 2001 eine gelungene Generalprobe zum möglichen Lauf der Rallye-Weltmeisterschaft in der nächsten Saison dar. Citroen-Sportchef Guy Frequelin betonte nochmals die kommerzielle Bedeutung eines WM-Laufs in Deutschland: "Natürlich gibt es einige Verbesserungsmöglichkeiten in der Durchführung. Aber es ist wichtig einen WM-Lauf in Europas wichtigsten Automarkt zu haben!"

Corrado Provera und Malcom Wilson gaben den Aussagen von Frequelin recht, Wilson gab den Rat einen erfahrenen Berater in den Organisationsstab zu holen um einige schwerwiegende Pannen zu vermeiden. So gab es am ersten Tag ernsthafte Probleme in der Tankzone und bei der Markierung der Reifen. Zudem muss das Sonntagsfahrverbot für LKWs der Rallye aufgehoben werden.

TV-Vermarkter David Richards interessierte sich nur in zweiter Linie für die Durchführung der Rallye, sondern eher für das Interesse der Zuschauer. Diese strömten in Scharen an die Strecken. Am ersten Tag waren es über 30.000 und am zweiten Tag waren sogar 50.000 Besucher unterwegs.

Doch vor allem aus den Reihen der kleinen Teams hagelte es Kritik: "Das war die unproffesionellste Rallye die je erlebt habe. Die Prüfungen waren Mist, die Organisation war Mist, der Mangel an Informationen ist unglaublich. Die Rallyeleitung versucht alles um der FIA und David Richards zu schmeicheln. Uns behandelt man wie Menschen der zweiten Klasse.", so ein Team.

Tumultartige Szenen schon am Donnerstagabend bei der Fahrerpräsentation hinter der Porta Nigra. Dort stritten sich ein deutsches und englisches Team um die Einfahrt in die Parkzone, worauf hin die Engländer die Veranstaltung erbost verliesen.

"Die Organisation war schon recht gut. Aber die erste Veranstaltung auf Zypern war wesentlich besser, es ist noch ein langer Weg für die Deutschen.", bemerkte ein Mitglied eines Werksteam.

Fraglich ebenso welche Rallye aus dem WM-Kalender gestrichen wird. Definitiv wird es keinen weiteren Lauf zusätzlich geben, sondern eine Veranstaltung wird gestrichen und durch die Deutschland ersetzt. Die Entscheidung wird Gerüchten zufolge zwischen der SanRemo und er Zypern-Rallye fallen. Gegen Zypern spricht, das die Veranstaltung in einem relativ kleinen Land stattfindet, für Zypern sprechen dagegen die hervorragende Organisation und die sehr anspruchsvollen Strecken.

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