Jan Henrich wird Jump-König

Der 'Playstation2-Superjump' war einer der Höhepunkte des Saisonfinales in der Lausitz. Die Wertung sicherte sich ein Fahrer, den zuvor keiner auf seiner Rechnung hatte.

24. Oktober 2005

Michael Heimrich

Unter dem Jubel der über 2.000 Fans setzte zuerst Matthias Kahle zum Weitenflug an. Mit 139 km/h Absprunggeschwindigkeit war der Skoda-Pilot Tagesschnellster und setzte auch mit einer Weite von 26 Metern die Bestmarke. Die fünfköpfige Jury belohnte den Einsatz mit hohen Noten und Kahle war zufrieden: „Es waren extrem viele Zuschauer an der Stelle. Das war ein tolles Gefühl.“

Doch seine Führung sollte nicht lange Bestand haben, Markenkollege Maik Stölzel erreichte mit 127 km/h und 20 Meter Flugweite zwar nicht ganz die Bestwerte, aber der Handgruß von Co-Pilot Thomas Windisch durch das offene Beifahrerfenster sorgte für Extra-Punkte, denn der Jubel der Fans wurde ebenso bewertet. Ergebnis: Platz 1 für den Zwickauer!

Auf diesen schien es auch Aaron Burkart abgesehen zu haben. Der Junior kämpfte auf der Anfahrt zur Sprungkuppe deutlich mit seinem Citroen Saxo und ließ trotzdem das Gas stehen. Mit 112 km/h und 17 Meter lag er zwar nur im vorderen Mittelfeld, aber der Einsatz des Youngsters nötigte der Jury Respekt ab, die ihm die bis dahin beste Bewertung schenkte.

Lange sah es so aus, als ob Burkart die Siegprämie in Form einer nagelneuen Playstation2-Konsole mit nach Hause nehmen dürfte, doch dann driftete Holger ‚Maximum Attack‘ Knöbel mit seinem Volvo auf den Jump zu. Auf immerhin 113 km/h beschleunigte er sein Schwedenross und ließ es 21 Meter weit fliegen. Die Zuschauer waren begeistert und Rang 1 in der Zwischenwertung erobert. Doch dann kam Markenkollege Jan Henrich. Mit noch mehr Einsatz und 114 km/h prügelte er seinen Volvo über die Kuppe und landete bei 20 Metern. Gleichstand mit Knöbel. Da es nur einen Sieger geben konnte, gab das kleine Quäntchen mehr Einsatz auf der Zufahrt den Ausschlag für den Sieg von Henrich, der sich nun mit dem Titel „Best of Crest“ schmücken darf. „Egal, Hauptsache die Playstation kommt in die Volvo-Cup-Familie“, erklärte der knapp geschlagene Knöbel.

Im kommenden Jahr soll es zu einer Neuauflage des ‚Playstation2-Superjump‘ kommen. Erste Ideen gibt es bereits und die durchschnittliche Weite von 15 m soll auf mindestens 25 Meter angehoben werden. [I]Fans, die Ideen, Kritiken und Hinweise zu diesem Event haben, schreiben diese bitte an [EMAIL]superjump@rallye-magazin.de[/EMAIL][/I]

Ergebnisse ‚Playstation2-Superjump‘
1. Henrich/Hoffmann, Volvo 242 GT, 114 km/h, 20m – 9.2 Pkt.
2. Knöbel/Lehmann, Volvo 244 GLT, 113 km/h, 21m – 8.8 Pkt.
3. Burkart/Geilhausen, Citroen Saxo S1600, 112 km/h, 17m – 8.8 Pkt.
4. Stölzel/Windisch, Skoda Octavia WRC, 127 km/h, 20m – 8.4 Pkt.
5. Kahle/Göbel, Skoda Fabia WRC, 139 km/h, 26m – 8.2 Pkt.
6. Abramowski/Brejlak, Mitsubishi Evo7, 124 km/h, 22m – 8.2 Pkt.
7. Valtaala/Sairanen, Toyota Corolla GT, 110 km/h, 19m – 8.2 Pkt.
8. Zeltner/Zeltner, Mitsubishi Evo7, 127 km/h, 20m – 7.8 Pkt.

Wir bedanken uns bei allen, die diesen Event ermöglicht und unterstützt haben.

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