Herbold liegt knapp vorn

Felix Herbold gewinnt den spannenden Auftakt in Hessen, aber eine Vorentscheidung ist längst nicht gefallen. Porsche-Pilot Ruben Zeltner ist ihm ebenso dicht auf den Fersen, wie S2000-Neuling Peter van Merksteijn jr.

13. April 2012

Michael Heimrich

Es sieht so aus, als wolle Felix Herbold auch den Gesamtsieg bei der Hessen Rallye Vogelsberg aus dem Vorjahr wiederholen, als er zudem alle Bestzeiten fuhr. Nach der Freitagsetappe führt er mit Co Michael Kölbach im Ford Fiesta S2000 nach allen drei Bestzeiten das Feld an. Dabei war Herbold nach der Zuschauerprüfung in Schlitz noch skeptisch: "Der Rundkurs kommt mir nicht so entgegen, mal sehen, wie es jetzt weitergeht."

Andere Probleme hatte Ruben Zeltner, obwohl er mit Beifahrer Helmar Hinneberg im Porsche 911 GT3 in die Allrad-Riege einbrechen konnte und mit einem Rückstand von genau vier Sekunden auf einem guten zweiten Rang liegt: "Ich bin mir einfach nicht sicher, ob ich die harte oder die weiche Reifenmischung fahren soll. Das muss ich noch weiter austesten."

Der Niederländer Peter van Merksteijn jr. ist normalerweise in der Rallye-WM unterwegs und startet in Hessen erstmals auf einem Ford Fiesta S2000. "Das ist mein erster Start in dem Super2000 und ich komme noch nicht gut damit zurecht. Ich muss mich noch daran gewöhnen." In der Zwischenwertung rangiert er mit einem Rückstand von 7,2 Sekunden auf Herbold auf Rang drei. DRM-Spitzenreiter Mark Wallenwein geht im Skoda Fabia S2000 auf dem vierten Zwischenrang in die Übernachtungspause.

Sichtlich entspannt waren die Mienen bei Peter Corazza und Co Ronald Bauer (Mitsubishi Lancer) im Zwischenziel. Nach zwei Ausfällen sind sie beim dritten Lauf zur Deutschen Rallye-Meisterschaft zumindest schon einmal im Zwischenziel – und das zudem als bestes Team der Gruppe N: "Jetzt sind wir bereits weiter als beim letzten Lauf. Wenn das so weitergeht, dann wird das eine gute Rallye." 1,4 Sekunden dahinter beendeten die amtierenden Meister Sandro Wallenwein/Marcus Poschner im Subaru Impreza als sechste die Freitagsetappe. Der Stuttgarter ist bekennender Fan von Zuschauer-Rundkursen in Städten: "So ein Rundkurs ist eine tolle Sache. Ich bin sehr dafür, dass man unseren spektakulären Sport durch solche Maßnahmen zu den Zuschauern bringt."

In der 2WD-Wertung ist es erneut Christian Riedemann, der das Tempo vorgibt. Der Sulinger ist im Citroën DS3 R3 diesmal zusammen mit Michael Wenzel unterwegs: "Wir fahren heute erst einmal ohne Risiko, morgen sehen wir dann weiter." Ähnlich sieht es Carsten Mohe, (Renault Mégane RS) der nur 3,4 Sekunden hinter Riedemann zurückliegt: "Für heute ist das in Ordnung, aber diese Rallye wird erst morgen entschieden."

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