Heißer Tanz beim dritten DRM-Lauf

Bei der ADAC Hessen-Rallye Vogelsberg gastiert die höchste deutsche Rallyeliga mitten im größten europäischen Vulkangebiet.

22. April 2009

Michael Heimrich

Und wenn auch die Berge rund um Schlitz im allgemeinen kein Feuer mehr speien, für die Hitze im Wettbewerb sorgen die heißen Fights von Tabellenführer Peter Corazza (Mitsubishi Lancer) und seinen über 60 Konkurrenten ganz sicher.

Die Lage von Corazza ist vor der Hessen-Rallye Vogelsberg  am komfortabelsten. Nach Platz zwei beim Auftaktlauf übernahmen er mit dem Sieg bei der ADAC Wikinger-Rallye auch die Führung in der Gesamtwertung. Seine Vorbereitung auf die ‚Hessen’ verlief zudem optimal. Am vergangenen Wochenende gewann Corazza mit deutlichem Vorsprung im Mitsubishi Lancer Evo 7 die ADMV-Rallye Erzgebirge rund um seinen Wohnort Oelsnitz. „So könnte es bei der Hessen weitergehen“, lacht der Sachse, „es muss ja nicht unbedingt wieder ein Vorsprung von zwei Minuten sein.“ Eine ernst Miene setzt er allerdings auf, wenn er seine bevorstehenden Aufgaben analysiert: „Sandro Wallenwein, Olaf Dobberkau, Vater und Sohn Gaßner – da sind so viele Fahrer, die diese Rallye gewinnen können. Und alle brennen wie ich auf einen Sieg.“
Gaßner: „Wir haben nichts mehr zu verlieren.“

Weniger erfreulich fällt bei Corazza der Rückblick auf die Hessen-Rallye 2008 aus. Kurz vor dem Ziel musste er damals seinen Lancer mit einem Getriebeschaden abstellen. „Eine Rechnung habe ich mit der Veranstaltung nicht mehr offen, dafür mag ich die Prüfungen zu sehr“, sagt der Oelsnitzer heute rückblickend. „Aber es war schon hart, in Führung liegend auszufallen.“

Den Sieg sicherte sich im vergangenen Jahr Sandro Wallenwein, der im neuen Subaru Impreza N14 mit dem zweiten Meisterschaftsrang auch aktuell voll im Soll liegt. Feuer in der Hütte gibt es dagegen beim amtierenden Meister-Duo: Hermann Gaßner (senior) liegt mit Co-Pilot Siggi Schrankl nach zwei Läufen nur auf dem für ihn enttäuschenden 17. Rang. Die Marschrichtung mit der neuen Evo-10-Version des Lancer ist deshalb klar: „Wir haben nichts mehr zu verlieren und können nur noch gewinnen“, so der amtierende Meister vor dem Lauf in der Vogelsberg-Region. „Also gilt es nur, nach vorne zu blicken und nicht aufgeben. Wir müssen allerdings schauen, was die anderen so treiben und inwieweit die dabei mitspielen.“

Zu den Herausforderern zählt einmal mehr auch Olaf Dobberkau, der mit Lebensgefährtin Alexandra König im Porsche 911 GT3 gerne den ersten Porsche-Sieg in der DRM-Neuzeit einfahren würde. Bei den Wikingern verhinderte ein Problem am Zuffenhausener Boxer-Motor den möglichen Erfolg. Vorausgesagte Regenfreiheit und ein ausreichender Asphaltanteil bilden eine gute Grundlage für den zweiten Aufschlag in Hessen.

Und noch einer würde gerne einen weiteren Achtungserfolg erzielen: Der 20-jährige Herman Gaßner Junior düpierte beim Saisonauftakt im bayerischen Oberland die versammelte Konkurrenz und gewann mit Co-Pilotin Kathi Wüstenhagen als bislang jüngster Pilot einen DRM-Lauf. Das Auslassen der zweite DRM-Runde bei der Wikinger-Rallye hatte sich gelohnt: Beim WM-Lauf in Portugal fuhren sie im Mitsubishi Lancer Evo 9 auf den sensationellen vierten Platz in der seriennahen Gruppe N. Nun geht die Jagd auf die verlorene Meisterschaftsführung weiter. „Eigentlich wünsche ich mir ja Regen, denn mir fehlt noch Erfahrung auf nassem Untergrund“, witzelt der Youngster angesichts des Wetterberichts, der für das Wochenende eine Schönwetterperiode vorhersagt. „Ein Platz in den Top Fünf sollte es schon sein, es wäre aber auch schön, wenn wir mit um den Sieg kämpfen können. Aber die Anderen sind ganz schön stark, und wenn erst beim Papa mal wieder alles rund läuft…“

Mehr Infos zur Rallye unter: www.rallye-vogelsberg.de

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