Gaßner jr: „Mal einen Drift mehr raushauen“

Beim Saisonfinale der Deutschen Rallye Meisterschaft gab es eine Weltpremiere: Zum ersten Mal wurde der neue Toyota GT86 R3 im Wettbewerb eingesetzt. Wie sich das Auto anfühlt, verrät Hermann Gaßner jr. im Interview.

16. November 2015

Michael Heimrich

Hermann, wie war der erste Wettbewerbs-Eindruck vom Toyota GT86 R3?
Vor der 3-Städte-Rallye war schwer abzuschätzen, wie sich da Auto schlagen wird und deshalb sind wir sehr zufrieden mit dem ersten Auftritt. Was mich am meisten gefreut und auch ein bisschen gewundert hat, war die durchwegs positive Stimmung bei Fans und Medien.
Welche Dinge haben sich am Auto in den letzten Monaten verbessert? Woran muss noch gearbeitet werden?
Bei TMG wurde in den letzten Monaten an der Homologation sowie dem ersten Auto gearbeitet. Ebenso wurde ein gutes Grundsetup für Fahrwerk und Differenzial herausgefahren. Gearbeitet muss jetzt natürlich an den spezifischen Setups für verschiedene Fahrer und Rallyes. Und, wie bei jedem Rallyefahrzeug, wünsche ich mir etwas mehr Leistung (grinst).

Hermann Gaßner jr: "Der GT86 liegt extrem gut."

Verleitet der Heckantrieb nicht eher zum Querfahren und kann man trotzdem schnell sein?
Natürlich ist man zwangsweise mit dem Heckantrieb mehr quer unterwegs als mit Allrad- oder Frontantrieb. Aber es hat sich in den letzten Jahren einiges bei Fahrwerken, oder Reifen getan. Dadurch hat man viel mehr Traktion wie die „alten“ Hecktriebler und fährt daher weniger quer als früher. Der GT86 hat einen tiefen Schwerpunkt und ist im Vergleich zum Mitsubishi Evo X R4 deutlich leichter. Dadurch liegt das Auto extrem gut. Also sollte man damit auch schnell sein können und mindestens genauso wichtig: Es macht richtig Spaß den Toyota zu fahren und vielleicht mal einen Drift mehr rauszuhauen.
Wie schätzt Du die Konkurrenzfähigkeit gegenüber der R3-Konkurrenz ein?
Dazu kann ich nicht viel sagen. Ich bin noch nicht wirklich mit einem anderen R3 Fahrzeug gefahren. Allerdings ist ein Turbomotor bei Rallyes normalerweise im Vorteil. Trotzdem glaube ich, dass abhängig von den Streckenprofilen, der GT86 vorne mit dabei sein wird. 
Welche Pläne hast Du mit dem Auto in der Saison 2016? Wird Gassner Motorsport Fahrzeuge vermieten?
Zuerst einmal werden wir noch in diesem Jahr am Prager Rallyesprint (28. – 29. November) mit dem GT86 an den Start gehen. Gassner Motorsport hat das erste Kundenauto im Aufbau. Das werden wir nächste Saison vermieten, gerne auch für die neue HJS R3 Trophy. Zusätzlich bauen wir den GT86 für Kunden auf und betreuen es bei den Veranstaltungen. Wie bei den Mitsubishi Evos, bieten wir also das Rundrum-Sorglos-Paket an.
Hättest Du auch Lust mit dem GT86 auf Schotter zu fahren, oder bleibst Du in diesem Fall lieber beim Evo?
Meine Erfahrung mit dem Heckantrieb hält sich noch in Grenzen und ich bin den GT86 noch nicht mit Schotterfahrwerk und -reifen gefahren, aber warum nicht? Macht sicher Spaß! Was ich allerdings nächstes Jahr fahren werde, kann ich aktuell nicht sagen, da leider noch nichts spruchreif ist.

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