„Eifel ist zweite Heimat für mich“

Horst Rotter will seine Eifel-Erfolgsserie fortsetzen. Am kommenden Wochenende startet der Opel-Pilot beim sechsten Lauf zur Deutschen Rallye Meisterschaft.

11. Juli 2004

Michael Heimrich

„Eifel ist zweite Heimat für mich“

Wenn Horst Rotter am dritten Juli-Wochenende im Opel Corsa Super 1600 bei der Eifel-Rallye zum sechsten Lauf der Deutschen Rallye-Meisterschaft startet, verbindet der Privatier beste Erinnerungen mit der Region. ?Die Eifel ist wie eine zweite Heimat für mich?, gesteht der Nordhesse aus Großalmerode offen. ?Seit jeher gefallen mir die selektiven Prüfungen im Südwesten, vom Hunsrück über die Mosel-Gegend bis herauf in die Eifel. Hier reiht sich Kurve an Kurve, es gibt fast keine Geraden und der Fahrer ist auf jedem Meter gefordert.?

Während der vergangenen elf Monate feierte Rotter zwei motorsportliche Erfolge in der Vulkan-Region: Bei der Eifel-Rallye gewann er im August 2003 nach einem bis zur letzten Wertungsprüfung offenen Duell die Super-1600-Klasse. Als Gesamt-Dritter der Endwertung stieg der Corsa-Fahrer zudem im Ziel aufs Podium ? nur zwei Mal gelang im Vorjahr einem Super-1600-Piloten diese Leistung. Auch auf der Rundstrecke war das Multitalent erfolgreich: Am 13. Juni ? fünf Wochen vor dem bevorstehenden DRM-Lauf ? gewann Rotter mit Ludger Henrich und Jürgen Schulten beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring seine Klasse in einem Opel Astra OPC.

16 Wertungsprüfungen über 160 Kilometer erwarten die Teilnehmer vom 16. bis zum 17. Juli rund um Daun. ?Natürlich wünsche ich mir, dort meine persönliche Eifel-Erfolgsserie fortsetzen und in der Super-1600-Klasse um die Spitze kämpfen zu können?, so Rotter, der von Copilotin Sabrina Berdi navigiert wird. ?Wir wollen bis zum Saisonende starke Ergebnisse einfahren, auch wenn es der Verlust unseres bisherigen Partners PEV durch die Insolvenz des Unternehmens nicht leichter macht. Unsere Fans dürfen sich aber auf spannenden Sport bei den noch ausstehenden drei Läufen freuen.?

Das begeisterte Rallye-Publikum ist es auch, das eine wohltätige Aktion des Piloten seit April engagiert unterstützt. Der Opel-Fahrer wirbt für die DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei aus Anlass eines Leukämie-Falls im Umfeld des Teams. Mehr als 90.000 Euro sind nach Aufrufen in verschiedenen Sportarten auf dem Spendenkonto für den Betroffenen eingegangen. ?Nun hat Pascal Schmidt einen Knochenmarkspender gefunden und durchläuft die weitere Therapie?, so Rotter. ?Vielen Dank an alle Fans für den starken Rückhalt. Es ist faszinierend, dass vom Sport eine so breite Wirkung ausgehen kann.?

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