Dobberkau rückwärts durchs Ziel

Mit seinem Auftritt bei der Sachsen-Rallye kann Olaf Dobberkau sehr zufrieden sein. Selbst auf Schotter legte der Porsche-Pilot ein hohes Tempo vor.

7. Juli 2007

Michael Heimrich

„Angreifen!“ – Das war von Anfang an das Motto bei Olaf Dobberkau. Schon am Freitagabend ließ es der Schleusinger richtig krachen und begeisterte die Fans. Auf der letzten Prüfung des Tages holte sich das Prorallye-Team die erste Bestzeit der Saison. Genauso stürmisch wie der Freitag endete, begann der Samstag. Am Morgen hatte sich das Team bis auf Gesamtrang zwei vorgekämpft. Selbst auf den gefürchteten Schotterstrecken am Ende der Rallye konnte der Porsche-Pilot gut mithalten und sicherte sich trotz klarer Traktionsnachteile im Hecktriebler am Ende Platz 3 in der DRM-Wertung.

„Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Die Leistungskurve geht eindeutig nach oben. Die Eingewöhnungsphase mit dem neuen Auto ist jetzt abgeschlossen. Unser Start im Vorfeld in Tschechien war sehr wichtig. Wir konnten für die Sachsen-Rallye viele wichtige Erkenntnisse sammeln, die uns hier geholfen haben. Besonders freut mich, dass unser Porsche bei den Fans so gut ankommt. Hier waren Tausende an der Strecke und ich hab die Begeisterung bis ins Cockpit gespürt. Das war der absolute Hammer“, freut sich Olaf Dobberkau im Ziel.

Spektakulär vor allem die Zieldurchfahrt auf der neunten Prüfung. Ein Dreher in Sichtweite der Lichtschranke hätte beinahe sehr viel Zeit gekostet, doch Dobberkau legte den Rückwärtsgang ein und fuhr die letzten Meter mit dem Heck voraus durchs Ziel. „Da haben einige ganz schön verduzt geschaut“, grinst der Thüringer, der von seinen guten Zeiten auf den Schotterprüfungen selbst ein wenig überrascht war. „Das zeigt uns, dass wir auf losem Untergrund doch ein paar Chancen haben. Da müssen wir dranbleiben.“

Co-Pilot Helmar Hinneberg lobte vor allem die tolle Teamarbeit: „Alles hat wirklich optimal gepasst. Wir haben das Auto während der Veranstaltung mehrmals neu abgestimmt. Da die Wertungsprüfungen jeweils immer zweimal gefahren wurden, haben wir außerdem nach der ersten Durchfahrt unseren Aufschrieb verfeinert. Für uns war diese Rallye eine richtig harte Arbeit im Cockpit. Da war absolute Höchstleistung gefordert.“

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