Bittere Pille für Mohe

Rückschlag für Carsten Mohe. Mit einem defekten Motor endete die Rallye Vogelsberg für den Renault-Piloten vorzeitig.

21. April 2008

Michael Heimrich

Frühes Ende einer viel versprechenden Veranstaltung: Bereits auf der fünften von insgesamt neun Wertungsprüfungen der diesjährigen Hessen-Rallye Vogelsberg musste Renault Clio R3-Pilot Carsten Mohe seinen flotten Fronttriebler mit Verdacht auf einen Defekt im Antriebsstrang abstellen. „In einer Vollgaspassage traten plötzlich Vibrationen auf und der Öldruck brach ohne Vorankündigung zusammen“, fasste der Super-1600-Meister von 2003 den zweiten Lauf zur Deutschen Rallye-Meisterschaft aus seiner Sicht zusammen. „Ich habe sofort den Motor abgestellt, um Schlimmeres zu verhindern.“

Bis zu diesem Zeitpunkt war der 35-jährige mit seinem gut 230 PS starken Renault Clio überaus ambitioniert unterwegs und hatte bereits am Freitagabend mit Platz sieben in der DM-Wertung auf dem von vielen Tausend Zuschauern gesäumten Rundkurs „Willofs“ für Aufsehen gesorgt.  Auch der Samstag begann hoffnungsvoll mit weiteren Top-Zeiten – trotz einer schwierigen Reifenwahl, die von zum Teil noch feuchten Wegen beeinflusst wurde.

„Das hatten wir recht gut im Griff“, resümiert ein enttäuschter Mohe. „Wir sind anfänglich auf Intermediate-Pneus gestartet, hatten aber zwei Slicks als Reserve im Kofferraum – damit konnten wir bis zur nächsten Servicepause gut auf die sich ändernden Bedingungen reagieren.“ Bis die zweite Passage über den legendären „Schottenring“ das Renault Team zur Aufgabe zwang und ein besseres Ergebnis vereitelte: „Da wären für uns viele Punkte in der Gesamtwertung drin gewesen,“ so der schnelle Sachse in einer letzten Retrospektive, „wenn ich mir anschaue, wer außer uns noch das Ziel nicht erreicht hat …“

Denn bereits jetzt gilt die volle Konzentration dem Blick nach vorn. Das beschädigte Aggregat befindet sich bereits zur Analyse auf dem Weg zu Renault Sport nach Frankreich, bis zum dritten Saisonlauf – der Rallye Sachsen (17./18. Mai) – hat Mohe seinen schnellen Zweitürer wieder flott. Und vor der eigenen Haustür peilt der Routinier nichts weniger als die Revanche an.

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