Bernhard verpatzt ersten Sieg

Er hatte den ersten Sieg in der Deutschen Rallye Meisterschaft bereits vor Augen, doch dann bekam Timo Bernhard eine satte Zeitstrafe aufgebrummt. Wegen eines fehlerhaften Aufschriebs wurde er wegen Abkürzens bestraft.

23. August 2011

Michael Heimrich

Timo Bernhard erlebte in Trier ein ereignisreiches Wochenende. In seinem vom Rallye Team 75 vorbereiteten Porsche 911 GT3 Cup belegte er zusammen mit Beifahrer Klaus Wicha am Freitag auf der ersten Etappe der Rallye Deutschland zunächst den dritten Gesamtrang. Auf den sechs teils sehr engen Wertungsprüfungen, die in den Weinbergen im Raum Mosel gefahren wurden, gelangen ihm Zeiten, die oft nahe der Spitze lagen. "Wir sind glücklich über unseren dritten Platz. Nachdem wir gleich zu Beginn des Tages einen Reifenschaden zu beklagen hatten verlief der restliche Tag völlig problemlos", meinte Bernhard.

 

Der Samstag begann zunächst verhalten, mit 1:12 Minuten Rückstand erreichten sie das Ziel der fünften Prüfung. Doch dann drehte Bernhard auf. Die letzten drei beendete er allesamt als Gesamtschnellster. Allein auf der 34 km langen Königsprüfung "Panzerplatte" nahm er dem bis dahin zweitplatzierten Sandro Wallenwein knapp eine Minute und dem zu diesem Zeitpunkt führenden Hermann Gassner 30 Sekunden ab. Damit beendete das Duo Bernhard/Wicha die Rallye mit einem Vorsprung von 3,8 Sekunden auf Platz 1.

 

Doch als im Servicepark beim Team schon die Sektkorken knallten, machte die Nachricht über eine 120 Sekunden Zeitstrafe die Runde. Als Timo Bernhard das Auto im Parc Fermé abstellte wurde er darüber informiert auf WP2 und danach an gleicher Stelle auf WP6 an einer Spitzkehre zu weit innen gefahren zu sein und somit unerlaubt abgekürzt zu haben. Ein Fehler, der sich beim Abfahren eingeschlichen hatte.

 

"Nachdem wir uns schon über den Sieg gefreut haben kam die Nachricht über diese Strafe völlig unerwartet. Doch damit müssen wir uns letztlich abfinden", meinte Timo Bernhard. "Wir haben alles gegeben, speziell bei der Aufholjagd auf den letzten Prüfungen waren wir am absoluten Limit unterwegs. Trotz der Rückstufung auf den dritten Rang fühlen wir uns irgendwie doch als moralischer Sieger. Danke an unser Rallye Team 75, das unter der Leitung von meinem Vater Rüdiger erneut einen super Job abgeliefert hat." 

 

GALERIE: Die Bilder der Rallye Deutschland …

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