„Das waren richtig gute Prüfungen, absolute Highlights. Nach einem Jahr Pause konnte ich die Rallye richtig genießen. Durch den frühen Ausfall von Christopher Gerhard fehlte ein großer Konkurrent. Es waren viele Zuschauer da und ich bin natürlich superhappy über den siebten Gesamtsieg in Folge“, strahlte Dominik Dinkel im Ziel.
Das Podium komplettierten Tony Bayer / Dominik Buß im BMW 323ti als Sieger der Klasse NC3. Beim dreizehnten und damit letzten Vorlauf des Ravenol Deutschen Rallye Cups der Saison 2026 sicherten sie sich mit 9,17 Punkten das bislang beste Saisonresultat und schoben sich in der Gesamtwertung auf den fünften Platz.

„Wir sind immer noch überwältigt, das hätten wir nicht zu träumen gewagt, und das auch noch vor vielen unserer Freunde und Fans“, strahlte das Duo im Ziel. „Hier auf den durch Regen rutschigen Strecken mit den Schotteranteilen war nicht die Leistung entscheidend, sondern ein ruhiger und flüssiger Fahrstil. Das ist uns im 30 Jahre alten Hecktriebler gelungen. Wir sind happy und gehen jetzt voller Vorfreude ins Finale im Saarland.“
Die Premiere von Christopher Gerhard / Charlotte Köhler in Franken endete bereits auf der ersten WP nach einem Unfall im Skoda Fabia R5. Insgesamt sahen 58 der 81 gestarteten Teams das Ziel in Hollfeld.
Mit dem starken zweiten Platz in der Klasse NC3 glänzten Lars Schwarzmannseder / Angelika Hornung in ihrem Renault Clio 3 RS. Die Punkte im Ravenol DRC werden innerhalb der Klassen in Relation zur Platzierung und zur Starterzahl vergeben. Bei 23 Teams gibt es dafür reichlich Punkte. So schob sich das Duo vor dem Finale in die Top Ten der DRC-Gesamtwertung.
Durch den vierten Platz in der stark besetzten Klasse NC3 sicherten sich Niklas und Guido Möller im BMW 318ti 8,48 zusätzliche Punkte. Damit verbesserten sie sich auf den vierten Platz und rückten dichter an die DRC-Spitze heran. Zugleich schufen sie sich eine perfekte Ausgangslage für das Finale.
„Wenn uns jemand vor dem Start den vierten Klassenplatz angeboten hätte, hätten wir sofort unterschrieben“, sagte Möller anschließend. „Jetzt ärgern wir uns ein wenig, denn wir haben den dritten Platz um nur 3,9 Sekunden verpasst. Aber an den Punkten ändert das wenig und für das Finale haben wir alle Chancen. Wir freuen uns!“
Meiners gewinnt im ADAC Rallye Junior Cup
Mit dem Sieg von Lukas Meiners / Leon Witte endete der sechste und damit vorletzte Lauf in der Premierensaison des ADAC Rallye Junior Cups. Im Ziel lagen sie 9,2 Sekunden vor den Brüdern Arwed und Aaron Jungnickel. Alle Teams starten auf identischen, seriennahen Opel Corsa Rally6.
„Das war eine tolle Veranstaltung, sehr schwierige Prüfungen und das noch im Regen. Solche anspruchsvollen Schotterprüfungen sind wir noch nie gefahren. Daher sind wir besonders stolz, dass wir das so hingekriegt haben“, erklärte Meiners im Ziel. „In unserer noch jungen Laufbahn war das bislang die beste Performance. Dass wir jetzt sogar die Chance haben, den Cup zu gewinnen, ist einfach unglaublich.“
Jungnickel erklärte: „Nach dem Unfall beim letzten Lauf war unser Rhythmus für den Topspeed noch nicht wirklich wieder da. Dann verschenkt man doch die eine oder andere Sekunde. Das Finale wird jetzt bombastisch spannend. Wir fühlen uns gut und freuen uns auf eine tolle Rallye.“
Mit drei Saisonsiegen, aber auch einer Nullrunde führt Jungnickel die Tabelle vor dem Finale mit 160 Punkten an. Durch den zweiten Sieg in Folge schob sich Meiners bis auf neun Punkte heran. Die Drittplatzierten, die Geschwister Luca und Merle Wanke, fuhren auch in Franken auf den dritten Platz und haben inzwischen 122,5 Punkte auf ihrem Konto. Beim Finale werden noch bis zu 50 Punkte vergeben, sodass alle Teams noch realistische Chancen auf den Cup-Sieg haben.
Ergebnis 45. ADAC Rallye Fränkische Schweiz 2026
| 1. | Dominik Dinkel / Michael Teufel | Renault Clio Rally3 | RC3 | 42:02.9 |
| 2. | Patrik Dinkel / Cedrik Bächmann | Mitsubishi Lancer Evo IX | NC1 | +32.7 |
| 3. | Tony Bayer / Dominik Buß | BMW 323 Ti Compact E36 | NC2 | +1:20.1 |
| 4. | Nico Knacker / Thomas Puls | Citroën DS3 R3T Max | RC4 | +1:43.3 |
| 5. | Noel Bächmann / Jonah Humeniak | Mitsubishi Lancer Evo IX | NC1 | +1:57.5 |
| 6. | Roland Macht / Robert Nikol | Mitsubishi Lancer Evo IX | NC1 | +1:59.4 |
| 7. | Fritz Köhler / Petra Hägele | BMW M3 E36 | NC1 | +2:08.0 |
| 8. | Johannes Kastl / Sabine Heinzel | Mitsubishi Lancer Evo VIII | NC1 | +2:24.7 |
| 9. | Ralf Hillmann / Hans-Peter Wollner | Mitsubishi Lancer Evo 6.5 | NC1 | +2:28.7 |
| 10. | Dominik Honke / Katja Strobel | Subaru Impreza WRX STi | NC1 | +2:29.9 |
