Drei Wertungsprüfungen, die jeweils zweimal absolviert werden, locken 87 Teams an den Start. 13,78 Kilometer der insgesamt 71,42 WP-Kilometer werden auf unbefestigtem Untergrund gefahren.
„Wir fahren diesmal eine neue WP in einem Bereich, in dem wir noch nie waren. Die Anwohner und die Gemeinde sind begeistert und freuen sich auf unsere Teilnehmer“, erklärt Michael Bayer, Mitglied im Orga-Team und Vorstand Sport des ADAC Nordbayern.
„Ich bin stolz darauf, dass wir Gastgeber dieser renommierten Veranstaltung sein dürfen. Die Rallye trägt maßgeblich dazu bei, unsere Region als attraktiven Standort für Sport, Kultur und Tourismus zu präsentieren“, sagt Hartmut Stern, Erster Bürgermeister der Stadt Hollfeld.
Das Feld wird von Dominik Dinkel / Michael Teufel im Renault Clio Rally3 angeführt. Dinkel gewann im vergangenen Jahr mit diesem Fahrzeug und feierte damit seinen sechsten Sieg in Folge bei seiner Heimrallye.
„Ich freue mich, nach einem Jahr Pause wieder antreten zu können. Natürlich ist der Sieg das Ziel, aber Christopher Gerhard im Skoda Fabia R5 wird sicher eine harte Nummer“, sagt Dinkel.
Christopher Gerhard, derzeit Führender in der Sonderwertung Gassner Motorsport TOP Five Trophy innerhalb des Ravenol DRC, tritt mit Charlotte Köhler im Skoda Fabia R5 erstmals in Franken an.
„Die Strecken sollen sehr anspruchsvoll sein, im Gegensatz zur Konkurrenz haben wir null Erfahrung. Der Fabia steht noch im Schotter-Setup von der Holsten, mal sehen, ob das hier funktioniert. Daher keine Prognose für ein Ergebnis. Wir freuen uns auf die neue Rallye und werden uns reinhängen“, formuliert Gerhard.
Hinter dem Duo folgt mit John Macht / Felix Kießling, Patrik Dinkel / Anna Hinrichs und Sebastian Schmidt / Nina Uttenreuther eine Mitsubishi-Lancer-Armada in der NC1, die ebenso wie die Klassenkollegen Fritz Köhler / Petra Hägele im BMW M3 auf die Podestplätze schielt.
Nach diesem Quartett starten Tony Bayer / Dominik Buß in ihrem BMW 323Ti als Frontrunner der NC2. Bei ihrem Heimspiel fuhren die aktuell Sechstplatzierten der DRC-Tabelle im vergangenen Jahr als Klassensieger auf den fünften Gesamtrang.
„Ein echtes Heimspiel, unsere Vorfreude ist jetzt schon groß. Die Prüfungen sind genial und die neue WP sorgt für Chancengleichheit. Wir sind gut vorbereitet und hoffen, dass uns der BMW ins Ziel bringt. Dann sollte auch eine gute Platzierung möglich sein“, sagt Bayer.
Mit zusätzlichen Punkten könnten sie sich eine optimale Ausgangsposition für das DRC-Finale schaffen.
Auch für Niklas und Guido Möller geht es im BMW 318 Ti (NC3) in Franken um die Aufstockung ihres DRC-Kontos. Derzeit liegen sie auf Rang fünf und könnten ebenfalls weiter nach vorn rutschen.
„Seit letztem Jahr verbindet uns eine ‚Hassliebe‘ mit der Fränkischen Schweiz. Die Prüfungen sind extrem schnell, machen aber auch viel Spaß.“
Die Westfalen ergänzen: „Die Konkurrenz im Süden ist riesig, es gab im letzten Jahr ein böses Erwachen mit dem achten Klassenplatz. Aber diesmal sind wir besser vorbereitet und ein Top-5-Platz bei den 25 Klassenstartern gäbe viele Punkte. Die Entscheidungen fallen aber erst beim Finale mit doppelter Punktzahl.“
In der stark besetzten NC3 starten auch Lars Schwarzmannseder / Angelika Hornung in ihrem Renault Clio3 RS. Mit einem guten Resultat könnten sie sich in die Top Ten des Ravenol DRC schieben.
Jungnickel oder Meiners?
In der Fränkischen Schweiz wird auch der vorletzte Lauf im Premierenjahr des ADAC Rallye Junior Cup ausgetragen. Die Teams starten auf identischen und seriennahen Opel Corsa Rally6.
„Auch wenn der Junior Cup sich noch in der Entwicklungsphase befindet, sind wir stolz, hier mitwirken zu dürfen“, erklärt Michael Bayer vom veranstaltenden MSC Fränkische Schweiz e.V. im ADAC.
Beim letzten Lauf am Stemweder Berg mussten die Brüder Arwed und Aaron Jungnickel nach einem Ausritt aufgeben.
„Das geht komplett auf meine Kappe“, sagt Pilot Arwed. „Danke an alle, die uns ermöglicht haben, nach dem Unfall jetzt wieder hier am Start zu stehen. Wir liegen im Cup noch vorne und wollen natürlich auch gewinnen. Deshalb wollen wir hier Spaß haben und Punkte sammeln.“
Am Stemweder Berg feierten Lukas Meiners / Leon Witte ihren ersten Saisonsieg und kommen mit entsprechendem Rückenwind nach Franken. In der Cup-Tabelle liegen sie nun knapp hinter Jungnickel.
„Wir müssen aber fahren wie immer und uns auf die Basics wie einen sauberen Aufschrieb und sicheres Fahren konzentrieren“, erklärt Meiners. „Bei der für uns neuen Rallye konzentrieren wir uns auf uns selbst und darauf, heil ins Ziel zu kommen.“
Den dritten Cup-Rang belegen derzeit die Geschwister Luca und Merle Wanke, die sich ebenfalls noch in Schlagdistanz zur Tabellenspitze befinden.
