Premierensieg für Dacia

Rallye Dakar: Al-Attiyah holt sechsten Gesamtsieg

Jubel bei Dacia: Zum ersten Mal gewinnt die Marke die Rallye Dakar und verantwortlich dafür ist Nasser Al-Attiyah, der sich seinen insgesamt sechsten Dakar-Triumph sicherte.

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17. Januar 2026

Michael Heimrich

Spätestens mit dem Sieg auf der sechsten Etappe etablierte sich Nasser Al-Attiyah endgültig als der Fahrer, den es zu schlagen galt. Lediglich ein Navigationsfehler auf Etappe neun kostete ihn vorübergehend die Spitze, die er wenig später souverän zurückeroberte.

Der stärkste Gegner war zunächst Henk Lategan, doch dessen Dakar entwickelte sich zunehmend zum Albtraum. Auf Etappe elf zwang ihn ein defektes Radlager an seinem Toyota zu einer stundenlangen Reparatur. Vom zweiten Rang fiel er bis auf Platz 23 zurück und beendete die Rallye schließlich als 19. Zuvor hatte er bereits mit einem Ausfall der Servolenkung, mehreren Reifenschäden sowie einem Unfall zu kämpfen gehabt.

Auch Toyotas zweite große Hoffnung konnte nicht auftrumpfen. Seth Quintero gewann zwar die zweite Etappe, verlor aber bereits am folgenden Tag durch zahlreiche Reifenschäden über eine Stunde und war damit früh aus dem Kampf um den Gesamtsieg.

Für Sebastien Loeb begann der Rückstand auf Etappe drei: Mehrere Reifenschäden zwangen ihn, auf den extrem steinigen Passagen Tempo herauszunehmen, da keine Ersatzreifen mehr zur Verfügung standen. Ein Defekt an der Servolenkung auf Etappe neun machte alle Hoffnungen endgültig zunichte. Am Ende fehlten ihm mehr als 15 Minuten auf Teamkollege Al-Attiyah – das Podium blieb dieses Mal außer Reichweite.

Einzig die vier von M-Sport eingesetzten Ford Raptors konnten Al-Attiyah Paroli bieten. Carlos Sainz, Nani Roma, Mattias Ekström und Mitch Guthrie wechselten sich im Verlauf der Rallye an der Spitze ab und hielten das Gesamtklassement lange offen.

Guthrie führte nach Etappe drei kurzzeitig, konnte das hohe Tempo aber nicht über die gesamte Distanz halten. Ekström übernahm anschließend die Rolle des stärksten Ford-Piloten, verlor jedoch auf Etappe neun – an exakt derselben Stelle wie Al-Attiyah – wertvolle Zeit durch einen Navigationsfehler und fiel aus dem Titelkampf zurück.

Kurzzeitig rückten Roma und Sainz dadurch auf die Positionen eins und zwei vor. Doch auch hier schlug das Schicksal zu: Sainz verirrte sich auf Etappe zehn bei der Suche nach einem Wegpunkt und kassierte zusätzlich eine Geschwindigkeitsstrafe. Insgesamt kostete ihn das rund 30 Minuten.

Roma blieb damit als letzte realistische Ford-Hoffnung übrig. Doch auf der vorletzten Etappe setzte Al-Attiyah ein deutliches Ausrufezeichen und baute seinen Vorsprung auf rund 16 Minuten aus – genug, um den kurzen Schlusstag kontrolliert anzugehen und den Gesamtsieg sicher nach Hause zu fahren.

Mit seinem sechsten Dakar-Erfolg liegt Al-Attiyah nun auf Rang zwei der ewigen Bestenliste der Autokategorie, nur noch zwei Siege hinter Stephane Peterhansel. Gleichzeitig feierte auch Beifahrer Fabian Lurquin seinen ersten Dakar-Gesamtsieg, nachdem er erst Ende des vergangenen Jahres ins Cockpit gewechselt war. „Ich bin vielleicht nicht besonders emotional, aber innerlich bedeutet mir dieser Sieg sehr viel“, meinte Al-Attiyah.

Hinter dem Katari belegten mit Roma und Ekström zwei Ford-Piloten die restlichen Podiumsplätze, während Sainz mit gut 28 Minuten Rückstand hinter Loeb Fünfter wurde.

Für eine der Überraschungen der Rallye sorgte Mathieu Serradori, der mit dem Century-Fahrzeug des SRT-Teams einen starken sechsten Gesamtrang erreichte und dem Hersteller zudem den ersten Etappensieg seiner Dakar-Geschichte bescherte.

Dacia platzierte gleich drei Sandrider unter den besten Zehn. Lucas Moraes verpasste zusammen mit Co Dennis Zenz Rang sechs nur knapp und beendete die Rallye als Siebter.

Ergebnis Rallye Dakar 2026

1.N. Al-Attiyah / F. Lurquin (QAT/BEL)Dacia Sandrider48:56:53
2.N. Roma / A. Haro (ESP/ESP)Ford Raptor T1++9:42
3.M. Ekström / E. Bergkvist (SWE/SWE)Ford Raptor T1++14:33
4.Sebastien Loeb / E. Boulanger (FRA/FRA)Dacia Sandrider+15:10
5.C. Sainz / L. Cruz (ESP/ESP)Ford Raptor T1++28:30
6.M. Serradori / L. Minaudier (FRA/FRA)Century CR7 T1++45:02
7.L. Moraes / D. Zenz (BRA/GER)Dacia Sandrider+47:50
8.T. Price / A. Monleon (AUS/ESP)Toyota Hilux T1++52:07
9.S. Quintero / A. Short (USA/USA)Toyota Hilux T1++1:15:02
10.S. Variawa / F. Cazalet (RSA/FRA)Toyota Hilux T1++1:23:36

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