Die vierte Runde der ADAC Rallye Masters führt die Teilnehmer erstmals in den hohen Norden. Rund um Sulingen warten bei der ADAC Mobil Pegasus Rallye Sulinger Land (05. ? 06. Mai) anspruchsvolle Wertungsprüfungen auf die knapp 90 Teams. Die große Frage lautet: Wer kann die Siegesserie von Hermann Gassner und Siggi Schrankl brechen? Das Duo aus Bayern war im Mitsubishi Lancer bislang bei allen drei ausgetragenen Masters-Runden als Gesamtsieger erfolgreich. Das gleiche Kunststück schaffte in der seriennahen Gruppe N der 22-jährige Florian Auer aus Freilassing.
In der Allrad-Fraktion warten vor allem Gassners Markenkollegen Michael Neuschäfer-Rube und Jörg de Fries auf ein Straucheln des Seriensiegers. Aber auch Frank Schrader und Frank Richert oder Sönke Milon in ihren Ford Escort Cosworth sind immer wieder für Überraschungen gut. Bei trockenen Witterungsverhältnissen kommt eine ganze Armada leistungsstarker Hecktriebler für eine Platzierung im Vorderfeld in Frage. Allein sechs BMW M3-Piloten aus Dänemark, den Niederlanden und Deutschland werden optische und akustische Höhepunkte setzen.
Nicht vergessen in dieser Auflistung darf man Dieter Depping in einem ? zumindest der Papierform nach ? unterlegenen VW Golf Kit-Car. Doch der dreimalige deutsche Rallyemeister hat schon beim Einsatz zur diesjährigen Welfen-Rallye bewiesen, wie schnell er den VW auch bei schwierigen Streckenverhältnissen bewegen kann. Die Veranstaltung in Sulingen gewann er bereits 1990. Schon damals, zu Beginn seiner Karriere, war er auf einem VW Golf GTI unterwegs. Sein Co-Pilot Armin Holz konnte sich 2001 als Fahrer des Golf Kit-Car ebenfalls in der Sulinger Siegerliste verewigen.
Spannend wird der Kampf um die Vorherrschaft in der Gruppe N-Wertung. Mit Florian Auer, Rudi Hachenberg und dem 19-jährigen Stefan Schneppenheim stehen hier drei hoffnungsvolle Nachwuchstalente in ihren Mitsubishi Lancern an der Spitze und liefern sich ein interessantes Kräftemessen.
Im ADAC Rallye Junior Cup kommt Konstantin Keil nach zwei Siegen als Leader ins Sulinger Land. Der 24-jährige startet sicherlich mit guten Erinnerungen, denn diese Rallye konnte er bereits im vergangenen Jahr für sich entscheiden. Es war sein erster Junior-Cup-Sieg überhaupt. Der Berliner Niels Kunze sitzt im Citroën Saxo und Keil im Nacken.
Die fünf Wertungsprüfungen sind jeweils zwei Mal zu bewältigen und damit insgesamt 124 Kilometer lang. Gleich zu Beginn der Rallye geht es in das IVG-Gelände bei Deblingshausen. In dem ehemaligen Militärdepot mit seinen anspruchsvollen, zumeist extrem rutschigen Strecken sind in der Vergangenheit schon viele Hoffnungen auf gute Platzierungen begraben worden. Am Nachmittag gibt es zwei weitere Highlights: Am Dillenberg, mit 55 Metern über NN nicht gerade eine riesige Erhebung, wartet die legendäre Sprungkuppe auf die Teams. Und als Prüfung 8 und 10 müssen die Teilnehmer die mit 23,1 Kilometern bislang längste Start-Ziel-Prüfung der diesjährigen Masters-Saison bewältigen.
Zum Abschluss steht ab 19.30 Uhr der spektakuläre Zuschauerrundkurs in Sulingen auf dem Programm. Hier fielen bei den vergangenen Jahren oftmals noch die letzten Entscheidungen.
Mehr Infos zur Rallye: [URL]www.msg-sulingen.de[/URL]


