VW: Alle Hoffnungen auf Latvala

Vor dem Start verteilte das Volkswagen-Team Aufkleber mit der Aufschrift „Heimspiel“, jetzt liegt es an Jari-Matti Latvala den ersten Heimsieg für die Wolfsburger zu holen. Sebastien Ogier kann nur noch für die Rallye Frankreich Trainingseinheiten abspulen.

23. August 2013

Michael Heimrich

Volkswagen hat bei der Rallye Deutschland einen Tag mit zwei Gesichtern erlebt. Nach dem zweiten Tag beim Heimspiel des Herstellers liegt mit Jari-Matti Latvala ein Polo R WRC an der Spitze des Gesamtklassements. WM-Spitzenreiter Sebastien Ogier rutschte am Morgen des zweiten Rallye-Tages von der feuchten Strecke und beschädigte die vordere Radaufhängung so stark, dass er vorzeitig aufgeben musste.

„Für Volkswagen war der Rallye-Freitag ein Tag mit unterschiedlichen Emotionen“, stellte Sportchef Jost Capito fest. „Sebastien Ogier und Julien Ingrassia mussten heute eine Enttäuschung hinnehmen und sind in Führung liegend von der Strecke gerutscht. Doch auf Jari-Matti Latvala und Miikka Anttila war Verlass. Sie haben die Führung übernommen und in einem spannenden Zweikampf mit Thierry Neuville verteidigt. Alles in allem sind wir mit dem Resultat zufrieden, auch wenn wir uns mit Sebastien Ogier mehr gewünscht hätten. Er kommt morgen unter Rally-2-Reglement wieder, um noch möglichst viele Punkte für die Hersteller-Wertung zu sammeln.“

Um aus dem Heimspiel auch noch einen Heimsieg zu machen, lastet ein enormer Druck auf Spitzenreiter Latvala. Der angekündigte Wetterumschwung könnte die Brisanz weiter erhöhen.

„Der Freitag war sehr intensiv und spannend, das Duell mit Thierry Neuville ist nach wie vor extrem eng“, sagte Latvala. „Speziell die letzten beiden Prüfungen am Nachmittag habe ich sehr genossen – mein Polo fühlt sich großartig an, besser geht es eigentlich nicht. Die Rallye Deutschland am zweiten Tag anzuführen, ist natürlich ein tolles Gefühl. Gleichzeitig tut es mir für Seb und Julien Leid – ihr Ausrutscher zeigt, wie eng Erfolg und Misserfolg hier beieinander liegen. Auch wir haben letztlich noch nichts gewonnen und müssen bis zum Ende versuchen, einen perfekten Job zu machen. Gerade, wenn es morgen Regen geben sollte, werden die Prüfungen besonders schwierig zu fahren sein.“

Ogier ordnet nach seinem Ausfall die Ziele neu. „Mir tut es besonders für das Team leid, ich hätte so gern für Volkswagen hier den Sieg beim Heimspiel geholt“, bedauerte der Franzose. „Jetzt steht der Gewinn der Powerstage am Sonntag als oberstes Ziel an, denn die drei Punkte möchte ich mir für die WM unbedingt sichern. Und es ist für uns wichtig Erfahrungswerte auf Asphalt mitzunehmen – für die Rallye Frankreich in sechs Wochen.“

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