Todt: „Wir werden dies untersuchen“

Nicht nur die ständige Kritik von Sebastien Ogier scheint Jean Todt zu stören. Bei seinem Besuch der Rallye Sardinien beschäftigt auch der Unfall von Lorenzo Bertelli den FIA-Präsidenten. Zudem bestätigt der Franzose, dass man die Ausweitung der Weltmeisterschaft in Richtung Mittleren Osten ins Auge fasst.

27. Juni 2015

Michael Heimrich

Während der Rallye Sardinien drehte FIA-Präsident Jean Todt seine Runde durch den Servicepark und sprach mit Teams und Fahrern. Dabei ist ihm natürlich die Kritik von Sebastien Ogier an der aktuellen Startreihenfolge zu Ohren gekommen. „Es wird immer jemand geben, der mit einer Regel, gleich welcher Art unzufrieden ist. Wir wissen das einige Fahrer sich beschweren, andere sind jedoch zufrieden darüber“, gab sich der Franzose diplomatisch. „Im Moment scheint es jedenfalls keinen Einfluss auf den Meisterschaftsstand zu haben.“ Immerhin kündigte Todt an, das Thema Startreihenfolge am Ende der Saison mit den Verantwortlichen erneut zu besprechen: „Dann werden wir die Situation noch einmal beurteilen.“ 
Eine andere Sache will Todt dagegen schnell aus der Welt schaffen, denn der Unfall von Lorenzo Bertelli in Portugal und die nachfolgende Auseinandersetzung zwischen dem Italiener und Carlos Barbosa, dem mächtigen portugiesischen Verbandschef und Rallye-WM-Kommissionspräsidenten in Personalunion, sorgte auch auf Sardinien für Diskussionsbedarf. Allgemeiner Tenor im Service: Die Aussagen von Barbosa gingen zu weit. Noch wichtiger: wenn der SOS-Knopf von einem Fahrer oder Copiloten gedrückt wird, sind umgehend die notwendigen Rettungsmaßnahmen in Gang zu setzen. „Sicherheit ist im Motorsport oberstes Gebot“, meinte Todt. „Deshalb werden wir diesen Vorgang nochmals untersuchen.“
Was die künftige Neugestaltung des WM-Kalenders angeht, so scheint der WM-Vermarkter beim FIA-Präsidenten mit den kolportierten Favoriten China und Abu Dhabi offene Türen einzurennen. „Beide Länder haben schon gezeigt, dass sie in der Lage sind große Rallyes unter anderem für kontinentale Meisterschaften durchzuführen“, so Todt und bestätigt damit was schon länger die Runde macht. Mindestens eins der beiden Länder könnte schon 2016 im Kalender auftauchen, auch ohne einen bisher nötigen ‚Kandidaten-Lauf’ ausrichten.

VIDEO: Sebastien Ogier am Limit



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