Turbulentes Finale

Titel für Ogier – Neuville gewinnt Rallye Saudi-Arabien

Thierry Neuville kann die erste Ausgabe der Rallye Saudi-Arabien gewinnen. Bei einem denkwürdigen Finale genügt Sebastien Ogier der dritte Platz, um sich erneut zum Rallye-Weltmeister zu krönen.

29. November 2025

Michael Heimrich

Thierry Neuville (Hyundai) hat beim letzten Saisonlauf seinen ersten Sieg des Jahres gefeiert. Der Hyundai-Pilot gewann die Rallye Saudi-Arabien mit 54,7 Sekunden Vorsprung vor seinem Teamkollege Adrien Fourmaux.

„Etwas ganz Besonderes“, sagte Neuville. „Es war eine unglaublich harte Saison, aber sie mit einem unerwarteten Sieg abzuschließen, fühlt sich großartig an. Die nächste Saison kommt schnell, viel Arbeit liegt vor uns – aber wir werden kämpfen, um es besser zu machen.“

Sebastien Ogier (Toyota) erreichte 8,6 Sekunden dahinter Platz drei und sicherte sich damit seinen neunten Weltmeistertitel – er hat jetzt genauso viele Titel wie sein ehemaliger Erzrivale Sebastien Loeb. Für seinen Beifahrer Vincent Landais ist es die erste Meisterschaft.

„Was für eine Saison,“, sagte Ogier. „Und was für ein Kampf mit Elfyn und Scott, wirklich. Es gibt nur große Champions, wenn man große Gegner hat – sie waren unglaublich stark und haben uns bis zur allerletzten Prüfung des Jahres ans Limit gebracht. Vielen Dank an das gesamte Toyota-Gazoo-Racing-Team, es war eine sehr erfolgreiche Saison. Ich bin stolz und sehr glücklich, Teil dieser Familie zu sein.“

M-Sport-Rückkehrer Mārtiņš Sesks war als Spitzenreiter in den Finaltag gestartet, nachdem Adrien Fourmaux (Hyundai) am Freitagabend eine Strafminute erhalten hatte, weil er eine Zeitkontrolle zu früh erreichte. Doch schon auf der ersten Samstag-Prüfung griff Neuville an und übernahm die Führung.

Danach geriet das Klassement völlig durcheinander: Sesks erlitt gleich zwei Reifenschäden und musste sein Auto mit einem technischen Defekt vor der Power-Stage abstellen. Takamoto Katsuta (Toyota) – bis dahin Dritter – rutschte in weichem Sand von der Strecke und überschlug sich. Er fiel auf Rang fünf zurück. Und auch Kalle Rovanperä (Toyota) musste einen Reifenschaden wechseln, wodurch Ogier vom sechsten auf den dritten Platz kletterte und Fourmaux zurück auf Rang zwei.

Rovanperäs Stopp hatte direkte Auswirkungen auf das Titelduell: Ogier gewann dadurch wichtige Zusatzpunkte gegenüber Elfyn Evans (Toyota), der am Ende Sechster wurde. Evans war zuvor als Führender der Gesamtwertung in die Rallye gestartet, verlor aber die Weltmeisterschaft mit vier Punkten Rückstand – trotz maximaler Attacke auf der Power-Stage.

„Es war eine harte Rallye. Ich denke, wir haben im Rahmen des Möglichen getan, was wir konnten. Der Reifenschaden am Samstagmorgen hat uns natürlich nicht geholfen, aber so ist dieses Geschäft – jeder hatte hier seine Probleme“, zeigte sich Evans, für den es zum fünften Mal nur zum Vizetitel reichte, gefasst.

Sami Pajari (Toyota) kämpfte sich nach seinem Plattfuß am Freitag noch auf Platz vier zurück. M-Sport-Pilot Grégoire Munster landete auf Platz acht vor Teamkollege Josh McErlean und Oliver Solberg, der im Rally2-Toyota die Top 10 komplettierte.

Abschied von Rovanperä und Tänak

Rovanperä beendete seine letzte WM-Rallye als Siebter und schließt die Saison mit 37 Punkten Rückstand auf Champion Ogier ab. „Es war eine unglaubliche Zeit“, sagte Rovanperä. „Ein großes Dankeschön an Jonne – wir hatten tolle Momente, Erfolge, aber ich erinnere mich vor allem an den Spaß. Danke an alle, die uns begleitet haben, an Toyota für die großartigen Jahre und an alle Unterstützer seit dem ersten Tag. Und Glückwunsch an Seb, er verdient den Titel in diesem Jahr.“

Auch Ott Tänak (Hyundai) verabschiedete sich – zumindest vorerst – aus der Rallye-WM. „Ich bin dem Sport sehr dankbar, auch wenn es eine schwierige Zeit ist“, sagte Tänak, der nach Reifenschäden als Elfter ins Ziel kam. „Für meine Familie war es oft hart, sie hat mir so lange erlaubt, meinem Traum nachzugehen. Ich war nicht einmal bei einem einzigen Geburtstag meiner Tochter. Jetzt bin ich für sie da.“

Ergebnis Rallye Saudi-Arabien

1. Neuville Thierry / Wydaeghe M.Hyundai i20 N Rally13:21:17.3
2. Fourmaux Adrien / Coria A.Hyundai i20 N Rally1+54.7
3. Ogier Sébastien / Landais V.Toyota GR Yaris Rally1+1:03.3
4. Pajari Sami / Salminen MarkoToyota GR Yaris Rally1+1:51.7
5. Katsuta Takamoto / Johnston A.Toyota GR Yaris Rally1+1:59.9
6. Evans Elfyn / Martin ScottToyota GR Yaris Rally1+3:43.9
7. Rovanperä Kalle / Halttunen J.Toyota GR Yaris Rally1+5:31.5
8. Munster Grégoire / Louka LouisFord Puma Rally1+7:07.2
9. McErlean Josh / Treacy EoinFord Puma Rally1+8:30.5
10.Solberg Oliver / Edmondson ElliottToyota GR Yaris Rally2+10:00.6

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