Stohl hat Solberg im Visier

Als Einzelkämpfer startet OMV-Pilot Manfred Stohl beim kommenden WM-Lauf in Spanien. Dabei will der Österreicher mehr Punkte wie Petter Solberg holen.

18. März 2006

Michael Heimrich

Nach drei Läufen der Rallye-Weltmeisterschaft 2006 nimmt OMV Pilot Manfred Stohl den dritten Zwischenrang ein. Das lässt für die Zukunft einiges erwarten, auch wenn nun mit Spanien und Korsika gleich zwei Asphalt-Läufe auf dem Programm stehen – Nicht gerade der Lieblingsuntergrund des 33-jährigen Österreichers. Dennoch möchte er alles daran setzen auch noch vor der Schottersaison unter den großen Drei der Weltmeisterschaft klassiert zu sein.

Erstmals in dieser Saison geht das OMV Peugeot Norway WRT mit nur einem Auto an den Start. Dies liegt daran, dass das Team mit Nennschluss Mitte Dezember 2005 für zwölf Rallyes in der Manufacturer 2-Wertung genannt hat und laut FIA-Reglement eben nur bei diesen zwölf Rallyes 2006 in dieser Wertung punkten darf. Ebenso wurde im Dezember festgelegt, dass Manfred Stohl alle 16 Läufe bestreiten wird. Spanien und Korsika sind nun die ersten beiden Rallyes in diesem Jahr, wo Manfred Stohl sein Solo im OMV Peugeot Norway WRT absolviert und nur für die Fahrerwertung punkten kann.

Manfred Stohl startete 2001 zum bislang letzten Mal beim WM-Lauf in Spanien. Damals wurde noch in der Gegend um Lloret del mar gefahren. Von der heutigen Streckenführung kennt der OMV Pilot lediglich ein, maximal zwei Sonderprüfungen. Damit wird das Training umso wichtiger. Stohl: ?Ilka und ich werden jede Menge Arbeit haben. Wir müssen die Rally sicher komplett neu schreiben. Es gibt für uns leider keine Anhaltspunkte aus vergangenen Jahren. Aber wir haben genug Erfahrung, dass wir auch dieses Problem lösen werden.? 2001 pilotierte Stohl einen Fiat Punto in der 1600er-Klasse und führte das Feld der Junior-WRCs nach sieben Sonderprüfungen an. Danach fiel er durch einen Reifenschaden weit zurück.

Auch wenn Asphalt nicht unbedingt der Lieblingsuntergrund des Österreichers ist, so freut er sich dennoch auf die Rally RACC Catalunya. ?Ich weiß, dass der Asphalt dort enorm viel Grip aufbaut. Die Kurvengeschwindigkeiten sollen extrem hoch sein. Du musst eine sehr saubere Linie fahren, um dabei zu sein. Doch das sollte mir ganz gut liegen?, erklärt der OMV Pilot. Bei der Abstimmung verlässt er sich ganz auf die Grundabstimmung von Bozian Racing (Stohl: ?Die haben damit sehr viel Erfahrung und liegen sicher nicht daneben.?). Und am 20. März steht in Spanien noch ein letzter Asphalttest auf dem Programm. Gefahren wird auf den ehemaligen Sonderprüfungen zur Spanien-Rally.

Manfred Stohls persönliche Erwartungen sind realistisch angesetzt. Der OMV Pilot will auf jeden Fall Punkte mit nach Hause nehmen. Stohl: ?Mit Bozian Racing, dem Peugeot 307 WRC und den Reifen von BF Goodrich verfüge ich über ein absolut konkurrenzfähiges Paket. Das möchte ich auf jeden Fall nützen.? Insgeheim hofft der derzeit Dritte in der WM-Zwischenwertung mehr Punkte als Petter Solberg zu machen. Dann könnte er seine sensationelle Position in der Fahrerwertung verteidigen. An Selbstvertrauen soll es nicht mangeln. Der Österreicher sammelte auch schon vier Sonderprüfungs-Bestzeiten und liegt damit hinter Sebastien Loeb, Marcus Grönholm und Petter Solberg an vierter Stelle in dieser Statistik.

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