Bereits auf der zweiten Wertungsprüfung übernahm Oliver Solberg mit einer überlegenen Bestzeit und einem Vorsprung von 31 Sekunden die Führung. Diese gab der amtierende WRC2-Champion bis zum Ziel nicht mehr ab. Zwar leistete er sich im Verlauf der Rallye einen Ausflug ins Feld am Samstag sowie einen Dreher am Sonntag, blieb in den extrem schwierigen Winterbedingungen jedoch ruhig und kontrolliert.
Am Ende siegten Solberg und Co Elliott Edmondson mit 51,8 Sekunden Vorsprung vor ihrem Toyota-Teamkollegen Elfyn Evans. Es ist Solbergs zweiter WRC-Sieg nach seinem Überraschungserfolg bei der Rallye Estland im Vorjahr. Entsprechend emotional zeigte sich der 24-jährige im Ziel, wo er von seinem Vater Petter Solberg empfangen wurde.
„Die schwierigste Rallye, die ich in meinem Leben gemacht habe. Es ist mein erstes Rallye auf Asphalt für mich im Auto auf Asphalt und hier gewinnen wir das Ding. Ich möchte einfach Toyota für das Vertrauen und den Glauben danken. Die Teamarbeit war außergewöhnlich“, so Solberg.
Ogier muss sich geschlagen geben
Platz drei ging an den amtierenden Weltmeister Sebastien Ogier, der damit sein schwächstes Monte-Carlo-Ergebnis seit 2012 erzielte. „Es war ein schwieriges Wochenende“, gestand der Weltmeister und gratulierte seinem Teamkollegen zum Sieg: „Er hat großartige Arbeit geleistet. Gut für die Meisterschaft, etwas Neues zu haben, freue mich darauf, mit ihm zu kämpfen.“
Auch für Hyundai verlief der Saisonauftakt enttäuschend. Adrien Fourmaux und Thierry Neuville belegten die Ränge vier und fünf, lagen jedoch mehrere Minuten hinter den führenden Toyota-Piloten zurück. Fourmaux verlor unter anderem Zeit durch Nebel, Elektronikprobleme und einen Dreher, während Neuville durch einen dreiminütigen Zeitverlust am Freitag sowie einen Reifenschaden am Sonntag zurückgeworfen wurde.
Ein starkes Ergebnis erzielte Léo Rossel, der als Sechster der Gesamtwertung zugleich seinen ersten Sieg in der WRC2-Kategorie feierte. Der Citroën-Pilot setzte sich gegen Eric Roberto Dapra und Arhut Pelamourgues durch. Rossels Bruder Yohan schied bereits auf der ersten Prüfung aus, während Nikolay Gryazin mit seinem Lancia am Samstag ins Feld rutschte.
Takamoto Katsuta wurde Siebter, nachdem ihn ein Defekt an der Servolenkung seines Toyotas eingebremst hatte. Hayden Paddon beendete seine erste Hersteller-Rallye seit 2018 auf Rang zehn, verlor jedoch mehrere Minuten durch einen Abflug am Samstag und blieb hinter den Erwartungen zurück.
M-Sport-Serie endet
Insgesamt erreichten vier Rally1-Fahrzeuge nicht das Ziel: Sami Pajari (Toyota) schied nach mehreren Unfällen bereits früh aus. Gregoire Munster (Ford) wurde am Sonntagmorgen durch einen technischen Defekt gestoppt. Für Josh McErlean und Jon Armstrong endete die Rallye auf der vorletzten Prüfung – mit weitreichenden Folgen: Erstmals seit 2002 blieb M-Sport bei einem WM-Lauf ohne Herstellerpunkte.
Der nächste Lauf der Rallye-Weltmeisterschaft findet vom 12. bis 15. Februar in Schweden statt. Hier geht es zur Nennliste der Rallye Schweden.
Ergebnis Rallye Monte Carlo 2026
| Platz | Fahrer / Beifahrer | Fahrzeug | Zeit |
|---|---|---|---|
| 1. | Oliver Solberg / Elliott Edmondson | Toyota GR Yaris Rally1 | 4:24:59.0 |
| 2. | Elfyn Evans / Scott Martin | Toyota GR Yaris Rally1 | +51.8 |
| 3. | Sebastien Ogier / Vincent Landais | Toyota GR Yaris Rally1 | +2:02.2 |
| 4. | Adrien Fourmaux / Alexandre Coria | Hyundai i20 N Rally1 | +5:59.3 |
| 5. | Thierry Neuville / Martijn Wydaeghe | Hyundai i20 N Rally1 | +10:29.8 |
| 6. | Leo Rossel / Guillaume Mercoret | Citroen C3 Rally2 | +12:58.4 |
| 7. | Takamoto Katsuta / Aaron Johnston | Toyota GR Yaris Rally1 | +13:05.4 |
| 8. | Roberto Dapra / Luca Guglielmetti | Skoda Fabia RS Rally2 | +15:07.9 |
| 9. | Eric Camilli / Thibault de la Haye | Skoda Fabia RS Rally2 | +15:16.4 |
| 10. | Hayden Paddon / John Kennard | Hyundai i20 N Rally1 | +17:47.5 |


