„So noch nie vorgekommen“

Im Interview äußert sich FIA Sicherheits- beauftragter Jacek Bartos über die Probleme in Argentinien und wie der Bericht zur Rallye-Deutschland ausgefallen ist.

18. Mai 2003

Michael Heimrich

[b]Wenn Sie bei einer WM-Rallye der Auffassung sind, dass die Gesundheit der Zuschauer und der Piloten gefährdet ist, dann dürfen Sie die Wertungsprüfungen absagen. Wie war es denn bei der Argentinien Rallye ?![/b]
Die Organisatoren dieser schönen Veranstaltung haben sehr viel Zeit und Arbeit investiert. In diesem Jahr war er sogar sehr kompakt, doch wurden leider einige Fehler bei der Sicherung begangen. Vielleicht hätte woanders eine zusätzliche Kontrolle seitens der Polizei genügt, doch in Argentinien waren laut erster Schätzungen an den drei Tagen fast eine Millionen Zuschauer vor Ort. Erschwerend kommt hinzu, dass die dortigen Fans um einges lebhafter sind, als die uns aus Portugal bekannten Zuschauer. Deswegen habe ich auch beschlossen in einem Vorausfahrzeug die Situation zu beobachten. Nachdem ich sah was los war, habe ich mich dazu entschieden, einige Prüfungen abzusagen.

[b]Im nachhinein wurden einige Prüfungen auf den darauffolgenden Tag verlegt. Hat es sowas jemals schon in der Rallye-WM gegeben?[/b]
Noch nie! Aber ich musste diesen Vorschlag machen, sonst hätten die Teilnehmer die Prüfungen bei Nacht fahren müssen, obwohl der Aufschrieb am Tag gemacht wurde. Es wäre einfach zu gefährlich geworden, v.a. wegen des gigantischen Staubs. Ich rechnete schon damit, dass man mit meiner Idee nicht zufrieden ist, doch jeder war einverstanden und Mittags war alles beschlossen.

[b]Es gab auch Probleme mit der Zeitennahme. Die Teilnehmer waren nicht ganz zufrieden und z.B. Robert Reid, der Co-Pilot von Richard Burns, hat sehr harte Kritik geäußert.[/b]
Bestimmt deswegen, weil es bei Burns nicht so lief, wie es sollte. Es stimmt, dass wir einen halben Tag lang ohne das Satelliten-System auskommen mussten, aber es gibt ja noch die Uhren von TAG-Heuer. Klar, dass es hier und da einige Ungereimheiten gab, aber das passiert schon mal bei Rallyes und wird dann nachträglich verbessert.

[b]Bei der letztjährigen Deutschland Rallye gab es mit der Absicherung weniger Probleme als nun bei der Argentinien Rallye und die FIA berät über einen Ausschluß des WM-Neulings. Wie kann das sein?[/b]
Es kann sein, dass nun ähnliches auf die Organisatoren der Argentinien Rallye zukommt, wie es bei der Deutschland Rallye der Fall war, also zusätzliche Inspektionen der Strecke. Ich habe schon einen Bericht bekommen und dieser ist um einiges positiver als der letzte. Die Entscheidung wird jedoch bei der FIA fallen, der ich diesen Bericht noch nicht vorgestellt habe.

Michal Rosiak www.zw.com.pl

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