Setzt Citroën erneut auf neue Fahrer?

In knapp drei Wochen fällt die Entscheidung, wer im kommenden Jahr für Citroën in der Rallye-Weltmeisterschaft antritt. Erneut soll versucht werden, neue Namen an die Weltspitze zu führen. Dies sei wichtiger als jede Formatänderung, wie Teamchef Yves Matton meint.

20. September 2014

Michael Heimrich

Finnland, Deutschland und Australien sind vorbei, seit ein paar Tagen sitzt Citroën-Teamchef Yves Matton in seinem Büro und wertet die Ergebnisse aus. Es geht um die Frage: Wer sitzt in der nächsten Saison in den Werks-Autos der Franzosen?
Während Kris Meeke gute Karten besitzt, konnte Mads Östberg bei seinen letzten Einsätzen nicht mehr überzeugen. Noch bleibt dem Norweger eine Chance. „Ich warte noch die Rallye Frankreich ab. Dann gebe ich meine Entscheidung bekannt“, sagte Matton, dem die Förderung von Talenten weiterhin am Herzen liegt. „Wir wollen versuchen das fortzusetzen, was wir in diesem Jahr begonnen haben und neue Fahrer in die Weltmeisterschaft bringen. Mit Kris ist uns das in dieser Saison sehr gut gelungen.“
Für Matton ist die Talentförderung essenziell für die Weltmeisterschaft. Dies sei aus seiner Sicht sogar wichtiger, als die viel diskutierte Formatänderung, mit der künstlich mehr Spannung generiert werden soll. „Wir haben nicht genug Fahrer an der Spitze, die in der Lage sind, einen WM-Lauf zu gewinnen. Das ist ein großes Problem“, so der Belgier, der dem Nachwuchs ungewöhnliche Starthilfe verspricht. „Wir haben bereits vorgeschlagen, dass junge Fahrer in der Streckenbesichtigung einen dritten Durchgang bekommen, um ihnen zu helfen. Das müssen wir jedoch mit den Veranstaltern besprechen, die so etwas umsetzen müssen.“

Kompromisse bei Formatänderung

Trotz seiner eigenen kritischen Sichtweise auf einige Vorschläge, die bezüglich eines neuen Formats gemacht wurden, ist auch Matton überzeugt, „dass wir etwas unternehmen müssen, um das Interesse an einem WM-Lauf während des gesamten Wochenendes zu steigern.“ – In gemeinsamen Gesprächen mit allen Beteiligten („Jeder musste dabei Kompromisse machen.“) wurde ein Vorschlag erarbeitet, den die FIA in der ersten Beratung jedoch ablehnte
„Noch weiß ich nicht, warum das passiert ist. Vielleicht liegt es nur an einigen Punkten, aber das müssen wir erneut besprechen“, sagte Matton. Neben der Startreihenfolge sollten unter anderem die Abstände zwischen den Fahrern vor der abschließenden Power-Stage so weit verkleinert werden, dass es noch zu Verschiebungen in der Gesamtstand kommen könnte. Der Vorschlag soll dafür die Division der jeweiligen Gesamtzeiten durch 10 vorgesehen haben. Nimmt man den letzten Lauf in Australien, wären aus den acht Sekunden Rückstand von Jari-Matti Latvala nur noch acht Zehntel geworden – das könnte der FIA jedoch ein zu großer Eingriff in die DNA des Rallyesports gewesen sein. 

GALERIE: Citroen Racing Experience



Mehr Bilder ansehen …

Aktuelle Schlagzeilen

Rally2 und Rally4 betroffen

DRM 2026: Hankook liefert Einheitsreifen

3. Februar 2026

Abbruch nach Unglück

Galerie: Legend Boucles de Bastogne 2026

2. Februar 2026

Vorschau 2026

Schotter-Cup-Start in fünf Wochen

1. Februar 2026

Neues Reglement ab 2027

Neuer Boom in der Rallye-WM?

30. Januar 2026

Kurzes Gastspiel

Walter Röhrl und Mercedes

29. Januar 2026

Neue Siegprämie

ADAC Rallye Junior Cup: Zwei neue Läufe

28. Januar 2026

Alle Schlagzeilen

Anmelden

Registrieren

Passwort zurücksetzen

Bitte gib deinen Benutzernamen oder deine E-Mail-Adresse an. Du erhältst anschließend einen Link zur Erstellung eines neuen Passworts per E-Mail.

Der Upload läuft... bitte lassen Sie dieses Fenster geöffnet.